GBI/SIB

Grünes Licht für Fusion – 4 x Ja für eine soziale und weltoffene Schweiz

      Zürich (ots) - Die Landesdelegierten der GBI sind am 28.
August
wohl zum letzten Mal als solche zusammengetreten. Denn
diesen
Samstag haben sie die abschliessenden Voraussetzungen
dafür
geschaffen, dass sie am 15. Oktober am GBI-Kongress und
am 16.
Oktober – zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen der
Gewerkschaften SMUV, VHTL, unia und ACG-GE – in Basel die
Gründung
der neuen interprofessionellen, branchenübergreifenden
Gewerkschaft
UNIA beschliessen können.

    Erwartungsgemäss sind die Delegierten den Anträgen gefolgt, so dass der Durchführung der für die Gewerkschaftsbewegung der Schweiz wegweisenden Kongresse in Basel nichts mehr im Wege steht. Die GBI-Landesdelegierten zeigten sich überzeugt, dass die Stärken der an der Fusion beteiligten Branchengewerkschaften sich durch den Zusammenschluss nicht bloss addieren, sondern potenzieren. So werden die Interessen der Arbeitnehmenden in der Schweiz künftig besser und machtvoller vertreten.

    Viermal Ja zu den eidgenössischen Vorlagen

Die Delegierten haben aber auch aktuelle politische Fragen diskutiert und zu den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 26. September 2004 Stellung genommen:

Mit einem Ja zum Erwerbsersatz bei Mutterschaft kann die Schweiz endlich den Verfassungsauftrag erfüllen, der seit 60 Jahren eine Mutterschaftsversicherung verlangt. Die Vorlage bringt berufstätigen Frauen, die ein Kind erwarten, einen Erwerbsersatz von 80% während 14 Wochen nach der Geburt. Dies entspricht der Entschädigung, welche Wehrmänner während ihrer Dienstzeit erhalten – und für welche die Frauen ebenfalls schon lange voll einzahlen. Der Erwerbsersatz bei Mutterschaft wird schliesslich auch die Ungerechtigkeit beseitigen, dass Frauen, die in Branchen mit guten Gesamtarbeitsverträgen (GAV) arbeiten, heute bessere Regelungen haben als Frauen, welche keinem GAV unterstellt sind.

Die erleichterte Einbürgerung für Jugendliche der zweiten Generation trägt entscheidend zur besseren Integration von Jugendlichen bei, die hier geboren wurden. Damit verbessern sich die beruflichen und gesellschaftlichen Perspektiven dieser Jugendlichen.

Mit der zweiten Einbürgerungsvorlage sollen Kinder, deren Grosseltern schon in die Schweiz eingereist sind, das Bürgerrecht bei Geburt bekommen. Diese Kinder fühlen sich in der Regel als Schweizerinnen und Schweizer und haben keine grossen Bindungen mehr an die Heimat ihrer Grosseltern.

Die Postinitiative schliesslich will ein flächendeckendes Poststellennetz erhalten und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass unverzichtbare Infrastruktur in Randgebieten, aber auch in städtischen Quartieren, erhalten bleiben.

    Die GBI-Landesdelegierten sagen viermal Ja zu diesen wichtigen Vorlagen für eine sozialere Schweiz, für mehr Gerechtigkeit, für verbesserte Integration junger Migrantinnen und Migranten, die hier geboren und aufgewachsen sind und zu uns gehören sowie für den Erhalt der Poststellen und damit eines grundlegenden öffentlichen Dienstes, der allen zugänglich bleiben soll.

Kontaktpersonen: Vasco Pedrina, GBI-Zentralpräsident, 079 - 772 37 47 Rita Schiavi, GBI-Vizepräsidentin, 079 - 440 89 20



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