Sartorius AG

EANS-News: Sartorius AG
Geschäftszahlen 1. Quartal | Beschlüsse der Hauptversammlung

- Biotechnologie-Sparte wächst und steigert deutlich überproportional Profitabilität - Mechatronik-Sparte infolge der weltweiten Rezession mit stark rückläufigem Umsatz und negativem Ergebnisbeitrag - Solides operatives Ergebnis im Konzern - Vorstand kündigt Maßnahmenpaket für die Mechatronik-Sparte zur nachhaltigen Kostensenkung um mehr als 25 Mio. Euro an - Hauptversammlung beschließt Dividende von 0,42 Euro (VzA) und 0,40 Euro (StA)

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Unternehmen

Göttingen (euro adhoc) - Auf der heutigen Hauptversammlung des Technologiekonzerns Sartorius legte der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Kreuzburg die Ergebnisse nach drei Monaten Geschäftstätigkeit im Jahr 2009 vor. Die Sartorius Stedim Biotech, die größere der beiden Konzernsparten, startete mit gutem Wachstum und einer deutlich überproportionalen Steigerung ihrer Profitabilität sehr dynamisch in das Jahr 2009. Die Mechatronik-Sparte war hingegen maßgeblich durch die weltweite Rezession beeinträchtigt und hatte einen starken Umsatzrückgang sowie ein negatives Ergebnis hinzunehmen. Der Vorstand kündigte umfangreiche Maßnahmen zur nachhaltigen Kostensenkung für diese Sparte an. Das operative Ergebnis im Gesamtkonzern lag weiter auf solidem Niveau.

Das Quartalsergebnis im Einzelnen

Umsatz und Auftragseingang Die Biotechnologie-Sparte erzielte nach drei Monaten beim Auftragseingang und Umsatz signifikante Zuwächse: Der Auftragseingang erhöhte sich um 6,9% (konst. Wechselkurse: 3,9%) auf 104,4 Mio. Euro, der Umsatz stieg um 6,6% auf 96,6 Mio. Euro (konst. Wechselkurse: +4,1%). Besonders positiv entwickelte sich mit deutlich zweistelligen Wachstumsraten das margenstarke Segment der Einwegprodukte für biopharmazeutische Anwendungen. Regional betrachtet wurden die höchsten Wachstumsraten in Nordamerika erreicht. Hier setzte sich der positive Trend fort, der bereits im vierten Quartal 2008 zu einer verbesserten Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung geführt hatte. Das volatilere und weniger margenstarke Equipmentgeschäft fiel verglichen mit dem sehr starken Vorjahresquartal schwächer aus.

In der Mechatronik-Sparte gaben infolge der Wirtschaftskrise Umsatz und Auftrageingang in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 weltweit sehr deutlich nach. Die Bestellungen gingen um -18,9% auf 52,6 Mio. Euro zurück (konst. Wechselkurse: -21,8%), der Umsatz lag mit 49,5 Mio. Euro um -15,6% unter Vorjahr (konst. Wechselkurse: -18,6%). Von der Nachfrageschwäche war das Laborgeschäft innerhalb der Sparte etwas stärker betroffen als das Geschäft mit industrieller Wäge- und Kontrolltechnik, während das Servicegeschäft ein moderates Wachstum erzielen konnte. Auf Konzernebene konnten die gute Entwicklung in der Biotechnologie-Sparte und die günstigeren Währungsrelationen den starken Rückgang in der Mechatronik nicht ganz ausgleichen: Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal mit 146,0 Mio. Euro um -2,1% unter dem Vorjahreswert von 149,2 Mio. Euro (konstante Wechselkurse: -4,8%). Der Auftragseingang im Konzern belief sich auf 157,0 Mio. Euro nach 162,5 Mio. Euro im Vorjahr (-3,4%; wechselkursbereinigt: -6,3%).

Ergebnis Auch die Ergebnisentwicklung reflektierte die derzeit sehr unterschiedliche Geschäftssituation in den beiden Konzernsparten. In der Biotechnologie-Sparte führte das gute Wachstum und der verbesserte Produktmix zu einer deutlich überproportionalen Steigerung des operativen Ergebnisses (EBITA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation) um 38,3% auf 12,6 Mio. Euro. Die entsprechende Ergebnis-Marge verbesserte sich von 10,0% im Vorjahr auf 13,0%. Die Mechatronik-Sparte wies hingegen infolge der ungünstigen Volumenentwicklung ein negatives EBITA von -2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,1 Mio. Euro) aus. Die EBITA-Marge lag bei -5,2% nach 5,4% im Vorjahr. In beiden Sparten haben die besseren Wechselkurse die EBITA-Marge gegenüber dem Vorjahr um rund einen Prozentpunkt positiv beeinflusst.

Im Konzern lag das operative Ergebnis weiterhin auf einem soliden Niveau: Sartorius erzielte nach drei Monaten Geschäftstätigkeit ein EBITA in Höhe von 10,0 Mio. Euro nach 12,2 Mio. Euro im Vorjahr; dies entsprach einer Ergebnis-Marge von 6,9% (Vorjahr: 8,2%). Das Konzern-Nettoergebnis exklusive der jeweils nicht zahlungswirksamen Aufwendungen für Amortisation und Zinsen für Kursgarantien (maßgeblicher Jahresüberschuss) lag bei 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 4,2 Mio. Euro).

Angesichts des negativen Ergebnisses der Mechatronik-Sparte und des anhaltend sehr schlechten Marktumfeldes kündigte der Vorstand ein umfassendes Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Kostenreduzierung in der Sparte um mehr als 25 Mio. Euro an. Dies sieht eine Senkung der weltweiten Personalkosten um mehr als 20 Mio. Euro und Einsparungen bei Sachkosten um rund 5 Mio. Euro vor. "Wir müssen für die Mechatronik mit einer nur langsamen Erholung der Märkte und daher auch für 2010 mit Umsätzen spürbar unterhalb des Niveaus von 2008 rechnen. Es ist aber unser Ziel, die Mechatronik bis 2010 wieder klar in die Gewinnzone zu führen. Deshalb müssen wir sehr entschlossen gegensteuern", so Kreuzburg. "Alle Sachkosten und alle Investitionen stehen auf dem Prüfstand. Allerdings werden wir nicht umhinkommen, in erheblichem Umfang auch im Personalbereich einzusparen. Dabei wollen wir intensiv Instrumente wie Altersteilzeit, variable Entgelte für Tarifbeschäftigte und die Beendigung befristeter Arbeitsverträge nutzen. Damit die Mechatronik wieder die Gewinnzone erreicht, werden jedoch auch Entlassungen unvermeidlich sein. Neben dem Kostensenkungsprogramm haben wir gleichzeitig Maßnahmen zur Erschließung zusätzlicher Marktchancen insbesondere in der Lebensmittel- und der Pharmaindustrie aufgelegt."

Bezüglich der Personalmaßnahmen wird die Unternehmensleitung nun unmittelbar Verhandlungen mit den Betriebsräten aufnehmen. Für die Restrukturierungsmaßnahmen, die ab dem zweiten Quartal umgesetzt werden sollen, rechnet das Unternehmen mit Einmalaufwendungen in Höhe von rund 10 bis 15 Mio. Euro.

Ausblick Vor dem Hintergrund der außerordentlich schwierigen Marktbedingungen rechnet die Unternehmensleitung für die Mechatronik mit einem zweistelligen Umsatzrückgang und einem negativen Ergebnisbeitrag im laufenden Geschäftsjahr. Durch das geplante Maßnahmenpaket wird für das nächste Jahr wieder ein positives operatives Ergebnis der Sparte angestrebt. Bestätigt durch die guten Ergebnisse nach drei Monaten plant die Unternehmensleitung hingegen für ihre größere Biotechnologie-Sparte weiterhin mit Umsatzwachstum und einer überproportionalen Steigerung des Gewinns für das laufende Jahr. Angesichts der unsicheren weltwirtschaftlichen Lage hält Sartorius jedoch eine präzise quantitative Prognose der Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 derzeit nicht für möglich.

Beschlüsse der Hauptversammlung Die Hauptversammlung der Sartorius AG beschloss heute gemäß des Vorschlags von Aufsichtsrat und Vorstand die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,42 Euro je Vorzugsaktie und 0,40 Euro je Stammaktie (Vorjahr: VzA: 0,68 Euro; StA: 0,66 Euro). Bei nahezu unveränderter Ausschüttungsquote von rd. 38% beläuft sich die Ausschüttungssumme auf 7,0 Mio. Euro nach 11,4 Mio. Euro im Vorjahr. Aufsichtsrat und Vorstand wurden mit großer Mehrheit entlastet. An der Aktionärsversammlung in Göttingen nahmen rd. 400 Anteilseigner teil.

Präsentation zur Hauptversammlung 2009 Die Präsentation von Dr. Joachim Kreuzburg zur Hauptversammlung 2009 finden Sie auf unserer Website unter www.sartorius.com (Presse | Präsentationen).

Aktuelles Fotomaterial: Dr. Joachim Kreuzburg, Sartorius-Vorstandsvorsitzender: http://www.sartorius.com/media/conte nt/press/support/Dr_Kreuzburg_2.jpg Sartorius | Sparte Biotechnologie: http://www.sartorius.com/media/content/press/support/ Mechatronics_AR_2008.jpg Sartorius | Sparte Mechatronik: http://www.s artorius.com/media/content/press/support/Biotech_AR_2008.jpg

Telefonkonferenz und Webcast: Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender von Sartorius, wird Analysten und Investoren die Quartalsergebnisse heute, 23.04.2009, um 16:30 Uhr MEZ in einer Telefonkonferenz erläutern. Die Einwahl in die Telefonkonferenz ist ab 16:15 Uhr MEZ unter folgenden Nummern möglich: Deutschland: +49 (0)69 2222 2245; Frankreich: +33 (0)1 70 99 42 77; UK: +44 (0)20 7138 0826; USA: +1 212 444 0481. Der Einwahlcode lautet: 4627574, der Webcast ist abrufbar unter: http://www.livemeeting.com/cc/premconfeur ope/join?id=4627574&role=attend&pw=pw8671

Nächste Termine: Juli 2009                         Veröffentlichung
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Veröffentlichung Quartalszahlen Jan. - Sept. 2009

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Sartorius Konzerns. Die Inhalte der Aussagen können nicht garantiert werden, da sie auf Annahmen und Schätzungen beruhen, die gewisse Risiken und Unsicherheiten bergen.

Sartorius in Kürze Der Sartorius Konzern ist ein international führender Labor- und Prozesstechnologie-Anbieter mit den Segmenten Biotechnologie und Mechatronik. Der Technologiekonzern erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz von 611,6 Mio. Euro. Das 1870 gegründete Göttinger Unternehmen beschäftigt zur Zeit rund 4.600 Mitarbeiter. Das Segment Biotechnologie umfasst die Arbeitsschwerpunkte Filtration, Fluid Management, Fermentation, Purification und Labor. Im Segment Mechatronik werden insbesondere Geräte und Systeme der Wäge-, Mess- und Automationstechnik für Labor- und Industrieanwendungen hergestellt. Die wichtigsten Kunden von Sartorius stammen aus der pharmazeutischen, chemischen sowie der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie und aus zahlreichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen des öffentlichen Sektors. Sartorius verfügt in Europa, Asien und Amerika über eigene Produktionsstätten sowie über Vertriebsniederlassungen und örtliche Handelsvertretungen in mehr als 110 Ländern.

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Rückfragehinweis:
Petra Kirchhoff, Leitung Konzernkommunikation;
Sartorius Corporate Administration GmbH; 37070 Göttingen
Tel: +49(0)551/308-1686
Fax: +49(0)551/308-3410
E-Mail: petra.kirchhoff@sartorius.com
www.sartorius.com

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