IG Motorrad

Erste "Strasse des Schreckens" prämiert

IG Motorrad kämpft gegen "schwarzes Glatteis" und andere Rutschgefahren

    Zürich (ots) - Die von der IG Motorrad ins Leben gerufene Aktion "Strasse des Schreckens", die baulichen Mängel im Schweizer Strassennetz zu Leibe rücken soll, zeitigt ein erstes Resultat: Für den Monat Juni 2003 erhielt der Strassenabschnitt zwischen Sarmenstorf und Seengen, auch bekannt als "Rügel", im Kanton Aargau, den ersten Platz in punkto Gefährlichkeit für Zweiradfahrer. Mit der Aktion soll nicht nur auf gefährliche Strassen aufmerksam gemacht werden, sondern auch Hand geboten werden, die nötigen Verbesserungen zu realisieren.

    Während der Bund zur Zeit einige nicht nachvollziehbare Massnahmen, so beispielsweise ein 80 km/h-Tempolimit für Motorräder, unter dem Stichwort "Vision Zero" erarbeitet, setzt sich die IG Motorrad für eine schnelle Realisierung von schon lange wirklich notwendigen Verbesserungen im Strassenverkehr ein. So geht es der IG Motorrad mit ihrer Aktion "Strasse des Schreckens" im laufenden Jahr um die Beseitigung gefährlicher Strassenelemente mit ausserordentlicher Rutschgefahr, wie Bitumenflicken, Gullydeckel, Rollsplitt und Nachbesserungen an Leitplanken, die immer wieder, geschwindigkeitsunabhängig und unnötigerweise schwere Unfälle bei Zweiradfahrern fordern.

    Während fünf Monaten, zwischen 24. Mai und 25. Oktober 2003, sind alle Verkehrsteilnehmer und insbesondere Motorradfahrer aufgerufen, die schlimmsten Strecken dokumentiert an die IG Motorrad einzusenden. Jeden Monat beurteilt eine Jury, die sich aus einem Tiefbauingeneur, einem Juristen, einem Fachjournalisten, einer Motorradfahrerin und Vorstandsmitgliedern der IG Motorrad zusammensetzt, die Strassen des Schreckens und prämiert die schlimmsten drei. Die Einsender erhalten nützliche Sachpreise wie z.B. Airbag-Jacken und ein Fahrsicherheitstraining. Im November 2003 wird der traurige Gesamtsieger erkoren: Die Strasse des Schreckens 2003. Dass diese Aktion nicht nur auf diese gefährlichen Strassen aufmerksam macht, sondern auch nötige Verbesserungen in Angriff nimmt, wird mittels einer Biker-Patenschaft für diese Strasse erreicht. Diese Paten werden sich lokal darum kümmern, "ihre Patenstrasse" mit konkreten Massnahmen sicherer zu machen. Dabei erhalten sie beratende und logistische Unterstützung von der IG Motorrad.

    Den ersten Platz unter den Einsendungen von Mitte Mai bis Mitte Juni 2003 hat die Strasse zwischen Sarmenstorf und Seengen, auch bekannt als "Rügel", im Kanton Aargau, belegt. Sie ist mit Bitumen übersät und somit prädestiniert für die Strasse des Schreckens im Juni 2003. Bitumen, ein Erdölderivat, wird im Strassenbau für die Herstellung von Abdichtungen verwendet. Bei Nässe und Kälte, aber auch bei grosser Hitze im Sommer, wird es rutschig wie Glatteis und damit zu einer tödlichen Gefahr für Zweiradfahrer. Nicht umsonst spricht man unter Motorradfahrern vom "schwarzen Glatteis". Zur zweitgefährlichsten Strecke wurde die Strasse zwischen Délémont und Les Rangier/Gemeinde (6) und Kantonsstrasse (E 27) erkoren. Rang 3 ging an den Urner Strassenteil des Klausen-Passes.

    Nun werden von der IG Motorrad weitere Strassen des Schreckens für die Monate Juli bis Oktober 2003 gesucht, prämiert und dafür Paten bestimmt, die zusammen mit den lokalen Behörden an der Eliminierung von Missständen arbeiten werden. Die Kriterien für die Einsendung solcher gefährlichen Strecken sind auf www.strasse-des-schreckens.ch ersichtlich.

    Weitere Informationen und Bildmaterial

    www.strasse-des-schreckens.ch      www.ig-motorrad.ch   ; ;
www.visionzero.com

    Die IG Motorrad in Kürze

    Die IG Motorrad wurde am 2. November 2002 als Antwort auf die vom Bund angestrebte "Vision Zero" gegründet. Der Bund arbeitet unter diesem Motto zurzeit ein Massnahmenpaket aus, das neben dem Höchsttempo von 80 km/h für Motorräder noch andere, zum Teil gravierende Auswirkungen für alle Verkehrsteilnehmer beinhaltet. Die IG Motorrad wahrt die politischen Interessen der Motorradfahrer und hat sich zum Ziel gesetzt, unsinnige, kontraproduktive Massnahmen der Verkehrspolitik zu bekämpfen und sich gegen die Diskriminierung von Motorradfahrern einzusetzen. So z.B. gegen die zusätzliche Gefährdung von Motorradfahrern durch das drohende Tempolimit. Sinnvolle Massnahmen werden von der IG Motorrad hingegen gefördert, wie die Aktion "Strasse des Schreckens" beweist. Die IG Motorrad verfügt heute bereits über ca. 1'050 Mitglieder, darunter gewählte Politiker, zahlreiche Vereine und Institutionen. Seit 8. Februar 2003 ist die IG Motorrad auch Mitglied der Federation of European Motorcyclists Association (FEMA), die politische Interessen der Motorradfahrer/innen aus nunmehr 19 Staaten gegenüber der EU und der UNO vertritt. Eine Mitgliedschaft bei der IG Motorrad kann unter www.ig-motorrad.ch beantragt werden.

ots Originaltext: IG Motorrad gegen Vision Zero
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
IG Motorrad gegen Vision Zero
Hardturmstrasse 201
Postfach
8021 Zürich
E-Mail:    info@visionzero.com
Internet: http://www.ig-motorrad.ch
                http://www.visionzero.com

IG Motorrad
Peter Metzinger
Präsident
Tel.         +41/79/628'61'26
E-Mail:    peter.metzinger@ig-motorrad.ch



Weitere Meldungen: IG Motorrad

Das könnte Sie auch interessieren: