Epilepsie-Liga

Epilepsie-Liga: Epilepsie rüttelt auf

    Zürich (ots) - Der erste epileptische Anfall bricht wie ein gewaltiges Unwetter in das Leben eines Menschen ein. Es gibt eine Zeit vor der Diagnose, in der die Welt noch in Ordnung war, und eine Zeit danach, wo Verunsicherung vorherrscht und vieles neu überdacht werden muss.

    Epilepsie gibt in diesem Sinn einen Anstoss, das Leben aus einem anderen Blickwinkel anzuschauen, eventuell Veränderungen im beruflichen Umfeld ins Auge zu fassen oder das Freizeitverhalten anzupassen. Ausserdem erregt ein epileptischer Anfall in der Öffentlichkeit häufig Anstoss, löst in den überraschten Zeugen Unsicherheit und Abwehr aus. Diese Art der Impulse ist eine Belastung für Betroffene. Sie erleben vielleicht den Verzicht auf ein geliebtes Hobby und leiden unter Zurückweisung im Kollegenkreis. Gustav Nyberg, ein junger Schauspieler, beschreibt das so: "Nach dem ersten Anfall folgten vier schreckliche Jahre, die Epilepsie war mein Feind".

    Lebensimpulse

    Die Auseinandersetzung mit der Krankheit braucht Zeit und Geduld. In diesem Prozess lernt sich die betroffene Person selber besser kennen, und wenn die Therapie dann greift, können Impulse das Leben positiv verändern und bereichern. Gustav Nyberg geht so weit, dass er heute sagt: "Epilepsie ist ein Teil meiner selbst. Es tut so gut, nicht mehr dagegen zu kämpfen. Ich bin wunderbar, auch mit Epilepsie". Offene und sachliche Informationen über das Krankheitsbild verbessern die Lebensqualität, und die Förderung der Forschung setzt Impulse, die gerade für diejenigen Menschen, die an einer noch schwer therapierbaren Form von Epilepsie leiden, sehr wichtig sind.

    Was ist Epilepsie

    Mindestens fünf Prozent der Menschen erleiden in ihrem Leben einen epileptischen Anfall. Knapp ein Prozent der Bevölkerung erkrankt im Laufe ihres Lebens an Epilepsie. In der Schweiz sind dies rund 70'000 Personen, davon etwa 15'000 Kinder.

    Etwa zwei Drittel der Patienten können dank medikamentöser Therapie ein nahezu beschwerdefreies Leben führen, bei etwa einem Drittel bleibt die Epilepsie schwer behandelbar.

  Bei einem epileptischen Anfall kommt es zu einer vorübergehenden Funktionsstörung des Gehirns. Es gibt zahlreiche Formen epileptischer Anfälle. Die Zeichen reichen von isolierten Bewusstseinsstörungen bei Absencen (kleinen generalisierten Anfällen oder Petit mal) über kurze unwillkürliche Zuckungen bei erhaltenem Bewusstsein (Myoklonien) bis hin zu "grossen" Krampfanfällen mit Bewusstseinsverlust (Grand mal).

    Die Schweizerische Liga gegen Epilepsie (Epilepsie-Liga) forscht, hilft und informiert seit 1931 rund um dieses Krankheitsbild. Ihr Vorstand besteht aus führenden Fachleuten.

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