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Tag der Epilepsie: Anfälle bei älteren Menschen

    Zürich (ots) - Ob zu Hause, im Spital oder im Pflegeheim, wenn jemand im höheren Lebensalter verwirrt ist oder das Bewusstsein verliert, sind häufig mehrere Ursachen möglich. An Epilepsie wird leider oft nicht gedacht, obwohl diese Krankheit bei älteren Menschen immer mehr zunimmt.

    Was vor hundert Jahren noch als typische Krankheit im Kindes- und Jugendalter galt, wird zunehmend zum Altersleiden. Epilepsie kann einen drohenden Schlaganfall ankündigen, sie ist aber manchmal auch Folge von Demenz, zum Beispiel von Alzheimerkrankheit, von Herzleiden oder von Kopfverletzungen nach Stürzen. Einmal erkannt, ist Epilepsie im Alter leicht behandelbar. Im Vergleich mit jungen Patienten können die Anfälle bei solchen über 65 Jahren mit einer viel niedrigeren Medikamentendosis eingedämmt werden. Da Menschen im Rentenalter jedoch durchschnittlich sieben verschiedene Medikamente einnehmen, ist bei der Behandlung auf mögliche Interaktionen und unerwünschte Nebenwirkungen zu achten. Wer zu mehr als einem Arzt geht, sollte jeden darüber informieren, dass er auch Antiepileptika nimmt.

    Soziale Kontakte helfen

    In der Spitalpflege ist es wichtig, dass Patienten mit Anfällen besonders gut beobachtet werden, da sie oft selber nicht schildern können, was mit ihnen geschieht. Je nach Anfallsart kann dann die Umgebung Vorsichtsmassnahmen treffen. Zum Beispiel den Patienten beim Baden nicht allein lassen und seine Angehörigen entsprechend informieren. Ein soziales Netz trägt wesentlich dazu bei, dass der oder die Betroffene den Alltag nach der Rückkehr nach Hause möglichst ohne unnötige Ängste bewältigen kann. In der Rehabilitationsklinik spielt Epilepsie meist eine untergeordnete Rolle, da andere Probleme im Vordergrund stehen. Wichtig für alle Menschen, die im Alter neu an Epilepsie erkranken, sind die regelmässige Einnahme der Medikamente, genügend Schlaf und wenig bis kein Alkohol.

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