AVES Schweiz

AVES Schweiz zufrieden mit erstem Okay für Ersatz-Kernkraftwerke

    Zug (ots) - Nachdem sich Bundesrat und Schweizer Volk wiederholt zur Kernenergie bekannt haben, begrüsst die Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz (AVES) das heutige offizielle Okay bezüglich Standorteignung für neue KKWs. Das Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) bescheinigt den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn die Eignung ihrer vorgeschlagenen Standorte für den Bau von Ersatz- Kernkraftwerken. Das ist ein guter Schritt in die sichere Schweizer Stromzukunft. Der sich längst abzeichnenden Stromversorgungslücke in unserem Lande können wir nur mit unserem bewährten Strommix aus erneuerbarer Energie und Kernkraft realistisch begegnen.

    Mit dem heute veröffentlichten Gutachten der Sicherheitsbehörden sieht die AVES ihre Forderungen bestätigt, dass Behörden und alle politisch relevanten Kräfte der sicheren, kostengünstigen, CO2- freien und eigenständischen Stromversorgung in unserem Lande höchste Aufmerksamkeit schenken müssen.

    Mindestens zwei (Ersatz-)Kernkraftwerke

    Die ab 2017 auslaufenden Strombezugsrechte mit Frankreich, die Abschaltung der dienstältesten KKW Beznau 1 und 2 sowie Mühleberg ab 2020, der Wille zur CO2-Reduktion und nicht zuletzt der stark steigende Strombedarf verlangen zwingend den (Ersatz-)Bau von mindestens zwei grossen Kernkraftwerken in der Schweiz.

    Stromverbrauch steigt trotz Effizienz

    Trotz zunehmender Effizienz auch bei Häusern und Elektrogeräten steigt der Stromverbrauch pro Bewohner. Weg von fossilen Energien bedeutet zum Beispiel auch Wärmepumpen (die 20 Prozent Strom brauchen) oder Elektroautos. Bestünde die Hälfte des heutigen Schweizer Autoparks aus Elektroautos, bräuchte dies, laut Bundesamt für Energie, die Produktionsmenge eines ganzen Kernkraftwerks. Aehnliches gilt auch für den öffentlichen Verkehr: Die SBB, die heute schon auf 30 Prozent Atomstrom angewiesen sind, werden in den nächsten 20 Jahren um einen Viertel wachsen.

    Erneuerbare reichen nicht

    Weil die Ausbaumöglichkeiten bei der Wasserkraft weitgehend ausgeschöpft sind und die erneuerbaren Energiequellen (Wind, Photovoltaik, Biomasse) auf viele Jahrzehnte hinaus die kommende Stromlücke nicht zu schliessen vermögen, muss mit dem Bau von mindestens zwei Kernkraftwerken schnellstmöglichst ernst gemacht werden. Das heutige positive Gutachtendes des ENSI zur Standorteignung ist ein wichtiger Schritt dazu.

    Die Aktion für vernünftige Energiepolitik der Schweiz (AVES) und ihre welsche Schwesterorganisation FRE (Fédération romande pour l'Energie) setzen sich für die sichere, ausreichende, sparsame und möglichst CO2-freie Stromversorgung unseres Landes ein. Die AVES umfasst rund 6000 Mitglieder, darunter 100 National- und Ständeräte sowie viele Mitglieder kantonaler und gemeindlicher Legislativen und Exekutiven. Das Präsidium liegt zurzeit bei Ständerat Rolf Schweiger (FDP/ZG). Dem Vorstand der AVES Schweiz gehören auch Nationalrätin Elvira Bader (CVP/SO), die Nationalräte Werner Messmer (FDP/TG) und Hans Killer (SVP/AG) sowie Ständerat Filippo Lombardi (CVP/TI) an.www.aves.ch

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