Ernst Klett Aktiengesellschaft

Klett-Bilanzpressegespräch: Verhaltener Optimismus nach einem Jahr der Konsolidierung

    Stuttgart (ots) - Trotz eines achtbaren Ergebnisses im vergangenen Jahr zeigt die Klett-Gruppe in Stuttgart, Deutschlands grösster Bildungsanbieter, verhaltene Freude. Die allgemeine wirtschaftliche Lage und das Verlagsumfeld im Besonderen geben eher Anlass zur Skepsis, begründete der Vorstandsvorsitzende Dr. h.c. Michael Klett die Zurückhaltung. Einerseits sei der Investitionsdruck deutlich geringer als vor zwei, drei Jahren; andererseits sei die Stimmung im Verlagsgewerbe, und besonders beim Buchhandel, aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Tiefpunkt.

    Unter diesen Bedingungen müsse man, so Klett, eigentlich mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden sein, der Ausblick aber sei verhalten.

    Die Gruppe, erläuterte Finanzvorstand Arthur Zimmermann, sei trotz der Bedingungen beim Umsatz von 313,7 Mio. EUR um 3,8 % auf 325,6 Mio. EUR gestiegen; und dies trotz des Verkaufs der 50 %igen Beteiligung am Plakatwerbungsunternehmen KlettDecaux. Auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte von 9,75 Mio. EUR auf 12,83 Mio. EUR um 31,6 % gesteigert werden, der Konzernjahresüberschuss sogar, fast verdreifacht, von 3,1 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR. Das Ergebnis sei allerdings auch von Sondertatbeständen, ausserordentlichen Erträgen und Sonderabschreibungen beeinflusst.

    Obwohl der Schulmarkt im In- und Ausland knapp die Hälfte des Umsatzes ausmacht, kam das Wachstum aus den anderen Bereichen. Trotz Pisa-Studie und anhaltender politischer Diskussionen bleibt die staatliche Ausgabenpolitik weiterhin restriktiv. Zu dem schwachen Willen, Bildung als Investition zu sehen, kommt die angespannte Haushaltslage vieler Kommunen. Die Löcher in den Sozialhaushalten, und somit das Scheitern des Generationenvertrages verstellen den Blick für die Investition in Bildung in diejenigen, die zukünftig in den Vertrag einzahlen sollen, so Michael Klett. Selbst bei den Volkshochschulen sei eine deutliche Erosion spürbar.

    Rund die Hälfte des Wachstums und noch ein Grossteil des Ergebnisses komme aus den klassischen Geschäftsbereichen bei Klett, Schule und Fernunterricht. Die kleineren, vor einigen Jahren neu aufgebauten Bereiche Fachinformation und Sprachen seien aber mächtig am Aufholen.

    Auch das Buch "Der Herr der Ringe" bei Klett-Cotta habe noch einmal zum Ergebnis beigetragen, auch wenn der Umsatz trotz des zweiten Teils des Kinofilms deutlich zurückgegangen sei.

    Hervorzuheben sei der Erfolg der in den letzten Jahren neu gegründeten Fernfachhochschulen. Die Studiengänge Informationstechnologie und Mechatronic in Darmstadt seien sehr gut angenommen worden, und dies sei nach der sehr langen Genehmigungsphase nun auch für die Europäische Fachhochschule in Hamburg zu erwarten.

    Trotz dieser breit angelegten Entwicklung ist das Familienunternehmen Klett weiterhin konservativ in seinem investiven Ausblick. Wir haben - so Finanzchef Zimmermann - den Cash-flow von 24,7 Mio. fast komplett zum Abbau von Schulden genutzt und diese um 40 % abgebaut. So bereiten wir uns gestärkt auf die Herausforderungen des Marktes und die immer noch nicht ganz klaren Auswirkungen von Basel II vor. Ein deutlich verbessertes Finanzergebnis sei der erste Erfolg, und dies, obwohl die Zahlungsausfälle beim Buchhandel kräftig gestiegen sind.

    Die Mitarbeiter und Autoren honorieren die vorsichtige Finanzpolitik. Sie erhalten für das abgelaufene Jahr wieder eine gewinnabhängige Verzinsung ihrer Einlagen von 7 %. Die Zeichnungssumme liegt für dieses Jahr schon bei über einer Million EUR. Motivation und Belohnung zugleich.

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ots Originaltext: Ernst Klett Aktiengesellschaft
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