Lenzing AG

EANS-Adhoc: Lenzing AG
Lenzing Gruppe: Bestes Halbjahresergebnis der Unternehmensgeschichte Sehr gute Entwicklung im Kerngeschäft Fasern

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6-Monatsbericht

24.08.2010

Die Lenzing Gruppe konnte wie bereits im ersten Quartal 2010 das gute globale Marktumfeld optimal nutzen und im zweiten Quartal 2010 ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielen.

Der konsolidierte Konzernumsatz des ersten Halbjahres 2010 stieg gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum um 43,6 % (akquisitionsbereinigt 38,8 %) von 589,9 Mio. EUR auf 847,2 Mio. EUR. Dieser stärkste Umsatzanstieg der letzten Jahre wurde durch die höheren Produktionsmengen bei Fasern, die Preisdynamik auf den globalen Märkten, aber auch durch die erstmalige Vollkonsolidierung des im April 2010 erworbenen Zellstoffwerkes Biocel Paskov (Tschechische Republik) ab Anfang Mai 2010 ermöglicht.

Das operative Ergebnis entwickelte sich noch dynamischer als der Umsatz. So versiebenfachte sich das Halbjahres-Betriebsergebnis (EBIT) von 15,4 Mio. EUR auf 108,6 Mio. EUR. Trotz höherer Investitionsfinanzierungskosten konnte das Ergebnis vor Steuern von 8,0 Mio. EUR auf 105,0 Mio. EUR verdreizehnfacht werden. Der Periodengewinn kam nach Abzug der Ertragssteuern von 24,6 Mio. EUR (nach 2,1 Mio. EUR) bei 80,4 Mio. EUR zu liegen (nach 5,9 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2009). Damit übertraf der Periodengewinn des Halbjahres 2010 bereits jene der Gesamtjahre 2008 und 2009. Das erste Halbjahr 2010 war das beste Halbjahr der Unternehmensgeschichte.

"Das Halbjahresergebnis beweist, dass unsere antizyklische Investitionspolitik 2008 und 2009 absolut richtig war. Durch die Inbetriebnahme neuer Faserkapazitäten in Indonesien im ersten Halbjahr 2010, Debottlenecking-Investitionen in China und den Ausbau in Heiligenkreuz (Burgenland) konnten wir die erwartete Dynamik am Fasermarkt optimal nutzen und den Kunden das anbieten, was sie brauchen", kommentiert Lenzing Vorstandsvorsitzender Peter Untersperger den Halbjahresabschluss. "Trotz dieser hohen Investitionen und des Kaufes von Biocel Paskov weist Lenzing aktuell mit einer Eigenkapitalquote von 42,1 % der Bilanzsumme und einem Net Gearing von 54,3% ein anhaltend gesundes Bilanzbild auf", so Untersperger weiter.

Positive Entwicklung aller Segmente

Das Kernsegment Fibers verzeichnete im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzanstieg um 46,3 % auf 741,0 Mio. EUR und eine Ergebniszuwachs von zuletzt 13,0 Mio. EUR auf 102,9 Mio. EUR. Dieses Ergebnis konnte trotz der im zweiten Quartal bereits einsetzenden massiven Rohstoff-Preiserhöhungen erwirtschaftet werden. Höhere Produktionskapazitäten in Verbindung mit Vollauslastung an allen Standorten und deutlich bessere Marktpreise waren die Ursachen für den sehr guten Geschäftsverlauf. Sowohl die Business Unit Textile Fibers als auch Nonwoven Fibers entwickelten sich hervorragend. Besonders die Spezialfasern Lenzing Modal® und TENCEL® erzielten dank innovativer Applikationen auf breiter Basis überdurchschnittliche Erfolge. Die Nachfrage war vor allem auf den wichtigsten Absatzmärkten Asiens, aber auch in Europa und in den USA stark.

Im Segment Plastics Products ermöglichte die verbesserte Kapazitätsauslastung einen Umsatzzuwachs um 32,8% auf 95,9 Mio. EUR. In Verbindung mit den im Vorjahr umgesetzten Kosteneinsparungen konnte das im ersten Halbjahr 2009 ausgeglichene Segmentergebnis auf aktuell plus 3,2 Mio. EUR gedreht werden.

Die Entwicklung im Segment Engineering war im ersten Halbjahr 2010 von der anhaltend hohen Investitionstätigkeit innerhalb der Lenzing Gruppe und einer guten Auftragslage durch externe Kunden geprägt. Bei einem stabilen Halbjahres-Umsatz von 38,4 Mio. EUR (nach 38,8 Mio. EUR) betrug das Halbjahres-Segmentergebnis 2,5 Mio. EUR (nach 3,5 Mio. EUR).

Ausblick

Im Kerngeschäft Fasern ist im zweiten Halbjahr 2010 mit einer Abschwächung der zuletzt von ersten Überhitzungserscheinungen geprägten Fasernachfrage zu rechnen. Neue Cellulosefaserkapazitäten, die in China 2010 und 2011 auf den Markt kommen werden, könnten diesen Trend vorübergehend verstärken, weshalb sich das starke Momentum des ersten Halbjahres in dieser Form nicht in die zweite Jahreshälfte mitnehmen lässt. Deswegen und aufgrund der anhaltend hohen Rohstoffpreise (Zellstoff, Holz) ist mit einer Abschwächung der Margen zu rechnen. Lenzing Spezialfasern werden von dieser Entwicklung nicht in gleichem Maße betroffen sein. Eine Beruhigung der Rohstoffpreissituation, insbesondere der Preisentwicklung bei Faserzellstoff, wird für das vierte Quartal prognostiziert. Die Geschäftsentwicklung im Segment Plastics Products sollte auch für das zweite Halbjahr 2010 weitgehend stabil bleiben, ebenso wie bei Engineering.

Eine anhaltende Erholung der Weltwirtschaft vorausgesetzt, erwartet die Lenzing Gruppe daher ein zufriedenstellendes zweites Halbjahr 2010, das allerdings ertragsmäßig unter jenem des ersten Halbjahres zu liegen kommen wird.

Wichtige Kennzahlen nach IFRS,
auf Konzernbasis (in Mio. EUR)                  1-6/2010         1-6/2009
Umsatzerlöse                                                    847,2              589,9
EBITDA                                                              151,6                53,2
Betriebsergebnis (EBIT)                                  108,6                15,4
Ergebnis vor Steuern (EBT)                              105,0                 8,0
Periodengewinn                                                  80,4                 5,9
EBITDA-Marge in %                                              17,9                 9,0
EBIT-Marge in %                                                 12,8                 2,6
Brutto Cashflow                                                122,3                41,6
Investitionen (Immaterielle
Vermögensgegenstände, Sachanlagen)                  66,7                78,4
                                                                 30.06.2010    31.12.2009
Bereinigte Eigenkapitalquote* in %                    42,1              43,5
Mitarbeiter                                                    6.395                6.021

*Eigenkapital inkl. Investitionszuschüsse abzgl. anteilige latente Steuern

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