CBM - Christoffel Blindenmission

Stammesterror im Osten des Kongo

    Nyankunde (Demokratische Republik Kongo)/Zürich (ots) -  Seit Montag dieser Woche toben in der ost-kongolesischen Stadt Nyankunde und ihrer Umgebung bürgerkriegsartige Auseinandersetzungen. Kämpfer vom Stamm der Ngiti ziehen nach Angaben von Mitarbeitern der CBM Christoffel-Blindenmission mordend durch die Strassen. Dabei zerstören und plündern sie öffentliche Einrichtungen, Krankenhäuser und Wohngebiete.

    Die Einwohner sind auf der Flucht, obschon die beiden Strassen, die aus Nyankunde hinausführen, derzeit auch nicht sicher sind. Lebensmittel wie Zucker, Salz, Öl oder andere Grundnahrungsmittel sind in der Stadt nicht mehr vorrätig. Zunehmend verschlechtern sich auch die hygienischen Zustände. Selbst Seife ist Mangelware.

    Betroffen ist auch das von der CBM Christoffel-Blindenmission mit finanzierte Krankenhaus. Dieses Krankenhaus ist das einzige in einem Umkreis von mehreren Hundert Kilometern, das mehr als nur medizinische Grundversorgung anbietet. Es wurde genauso geplündert wie andere Einrichtungen am Ort auch. Das Personal der Einrichtung musste fliehen, ist nach bisherigen Informationen aber wohlauf. Es bestehen nahezu keine Möglichkeiten mehr zur Kommunikation, da die Rebellen Funkgeräte, Telefone und Computer an sich genommen haben.

    Die CBM arbeitet derzeit fieberhaft mit anderen Nichtregierungsorganisationen und der Uno daran, Menschen aus dem Krisengebiet zu evakuieren.

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8027 Zürich
Tel. +41/1/202'21'71
Fax +41/1/201'30'18
Internet: http://www.cbmch.org
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