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Energiestrategie 2050: SVP würfelt die Zahlen durcheinander

Aarau (ots) -

   - In Ihrer Einladung zur Delegiertenversammlung spricht die 
Schweizerische Volkspartei (SVP) von einer «wahnsinnigen Summe von 
rund 200 Mrd. Franken», welche die Energiestrategie 2050 in den 
kommenden 30 Jahren kosten soll. Dem Betrag folgt eine erfundene 
Pro-Kopf-Rechnung - und es wird auch auf den VSE als Quelle 
verwiesen. 
   - Der VSE weist diese irreführende Darstellung entschieden zurück.
Sie beruft sich auf die VSE-Studie «Drei Wege in die Stromzukunft» 
(2012) und vereinfacht in grober Weise. Unterschlagen wird von der 
SVP etwa, dass die Hälfte der Kosten auf Netzerhalt entfallen dürfte.
Erhalt und Pflege der eigenen Netz-Infrastruktur gehören immer zu den
dringenden Aufgaben eines Landes in Bezug auf die 
Versorgungssicherheit - mit oder ohne Energiestrategie. 
   - Der VSE unterstützt die Energiestrategie 2050. Sie ist ein 
demokratischer Kompromiss nach dreijähriger, intensiver Beratung im 
Parlament. Wichtige Branchenanliegen wurden berücksichtigt - so etwa 
die Reform und Befristung der kostendeckenden Einspeisevergütung 
(KEV). Die ES2050 bildet einen Rechtsrahmen für den weiteren Ausbau 
der Erneuerbaren. Sie macht unsere Energieversorgung nachhaltiger, 
effizienter und einheimischer. 
   - Ein Ja zu Energiestrategie ist auch ein Ja zur Schweizer 
Wasserkraft, deren Substanz bedroht ist. Grosskraftwerke werden 
unterstützt, falls sie ihre Produktion unter den Gestehungskosten am 
Markt absetzen müssen. Finanziert wird die Förderung über einen 
höheren Netzzuschlag. Ein Haushalt mit 4 Personen hat aufgrund dieser
Massnahme gemäss UVEK etwa 40 Franken höhere Stromkosten - pro Jahr. 

Energiestrategie 2050: Schweizerische Lösung, auch für die nächsten Generationen

Die Energiestrategie 2050 (ES2050) ist ein ausgewogenes Gesamtpaket und das Resultat eines typisch schweizerischen, demokratischen Prozesses. Ein JA am 21. Mai 2017 verhindert ein energiepolitisches Vakuum mit erneuten Grundsatzdiskussionen. Auch wirtschaftlich macht die ES2050 Sinn. Die Förderung von erneuerbaren Energien wird reformiert und befristet, einer «Subventionitis» wird vorgebeugt. Überdies schafft die Strategie Anreize für Investitionen in die klimafreundliche Wasserkraft. Diese wichtigste erneuerbare Ressource ist das Rückgrat der Schweizer Energieversorgung - sie steht für 60% der inländischen Stromproduktion. Ein Anteil, der in Zukunft noch zunehmen wird. Die ES2050 begleitet die Schweiz in die Energiezukunft.

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