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VSE: «Um- und Ausbau der Netze ist zentral für Versorgungssicherheit»

Aarau (ots) - Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) betont die Bedeutung einer starken Wasserkraft und der Netze für die langfristige Gewährleistung der Versorgungssicherheit und die erfolgreiche Umsetzung der Energiestrategie 2050. Wie wichtig dies ist, zeigt die aktuelle Mitteilung der Swissgrid zur angespannten Situation im Winter 2015/16. «Verzögerter Um- und Ausbau der Netze verschlechtert die Versorgungsqualität», sagt VSE-Direktor Michael Frank.

Die nationale Netzgesellschaft Swissgrid hat heute in einer Medienmitteilung auf die angespannte Energie- und Netzsituation für den Winter 2015/16 hingewiesen. Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE begrüsst, dass Swissgrid frühzeitig auf diese angespannte Situation aufmerksam macht. Dies ist ein wichtiger Fingerzeig, dass wir aufgrund einer zeitgleichen Verkettung besonderer Umstände auf eine angespannte Situation im Bereich Energie und Netze hinsteuern.

«Das Warnsignal von Swissgrid zeigt einen alten Missstand auf, der in diesem Winter akut werden könnte: Die Netze müssen dringend um- und ausgebaut werden. Nur so können sie sowohl die aktuellen als auch die künftigen Anforderungen im Rahmen des Umbaus des Energiesystems bewältigen», sagt VSE-Direktor Michael Frank. «Ohne aus- und umgebaute Netze kann die Energiestrategie 2050 genauso wenig funktionieren wie sie dies ohne starke Wasserkraft tut.» Der VSE betont, dass die Zeitdauer für den Um- oder Ausbau einer Leitung verkürzt werden müssen. Michael Frank: «Verzögerter Um- und Ausbau der Netze verschlechtert die Versorgungsqualität.»

Es braucht wirksame Massnahmen zur Unterstützung der Wasserkraft

Die aktuelle Lage unterstreicht die Systemrelevanz der Schweizer Wasserkraft für die heutige und künftige Versorgungssicherheit. Sie zeigt die Dringlichkeit auf, wirksame und praktikable Massnahmen zur Unterstützung der finanziell angeschlagenen, wichtigsten erneuerbaren Energieressource der Schweiz zu beschliessen. Die tiefen Marktpreise sind insbesondere Folge der Marktverzerrungen und führen dazu, dass benötigte Investitionen in die Schweizer Wasserkraft, die mit rund 60 Prozent Anteil das Rückgrat der Schweizer Stromproduktion ist, in substanziellem Ausmass wegen fehlender Rentabilität nicht getätigt werden.

Schliesslich zeigt die angespannte Situation, dass ein sofortiger Ausstieg aus der Kernenergie für die Sicherung der Versorgungssicherheit wenig zweckmässig ist, sondern das geplante Vorgehen von Bundesrätin Doris Leuthard, sicherheitstechnische Gründe als Massstab zu nehmen, zielführender ist.

Mehr zum Thema Systemrelevant der Wasserkraft: Gedanken von VSE-Direktor Michael Frank zur Systemrelevanz der Schweizer Wasserkraft im Kurzfilm des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen und des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes unter www.strom.ch/wasserkraft

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