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Der VSE zur Energiestrategie 2050

Aarau (ots) - Der VSE erachtet Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz wie den Ausbau des Gebäudeprogramms sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien einhergehend mit strafferen Bewilligungsverfahren als notwendig zur Umsetzung der neuen Energiepolitik. Sie müssen dabei wirtschaftlichen Grundsätzen folgen. In seiner kürzlich veröffentlichten Studie "Wege in die neue Stromzukunft" schätzt der VSE die gesamten Investitionen für den Umbau auf 118 bis 150 Milliarden Franken. Entscheidende Voraussetzung ist eine breite Akzeptanz.

Der VSE unterstützt den vom Bund beschlossenen Umbau des Schweizer Energiesystems. In seiner Studie "Wege in die neue Stromzukunft", die er im Juni 2012 den Medien präsentiert hat, skizziert er drei konsistente Szenarien, wie der Schweizer Strommix im Jahr 2050 aussehen könnte. Die Szenarien unterscheiden sich hinsichtlich politischer Weichenstellung und gesellschaftlicher Akzeptanz. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind in allen drei Szenarien wichtige Pfeiler der künftigen Stromversorgung.

Voraussetzung für den geplanten Umbau sind allerdings angemessene politische Rahmenbedingungen, insbesondere die Straffung der Bewilligungsverfahren für neue Anlagen. Begrüsst wird zudem die Verbesserung des KEV-Fördermodells in Richtung mehr Effizienz und Effektivität. Ziel muss sein, pro Förderfranken möglichst viele Kilowattstunden zu erhalten.

Die Totalinvestitionen für den Umbau des Energiesystems schätzt der VSE auf 118 bis 150 Milliarden Schweizer Franken. Bis 2035 ist dabei der Investitionsbedarf in allen Szenarien ähnlich gross und beträgt ungefähr 70 Milliarden Schweizer Franken, wovon über 50 Prozent für den Netzerhalt, über 20 Prozent für den Zubau an Produktion und der Rest für den Zubau am Netz und den Erhalt der Produktion entfallen. Zwischen 2035 und 2050 bestehen bezüglich Investitionen grosse Unterschiede zwischen den Szenarien wegen des unterschiedlichen Zubaus an erneuerbarer Produktion und den Netzen. Die zusätzlichen Investitionen bewegen sich zwischen 50 Milliarden Franken in Szenario 1 und über 80 Milliarden Franken in Szenario 3.

Die Schweizer Strombranche braucht in den nächsten Jahren klare und nachhaltige politische Entscheide, um zu wissen, wie die künftigen Rahmenbedingungen sein werden, damit sie das liefern kann, was ihre Hauptaufgabe ist: Versorgungssicherheit.

Der VSE wird die Vernehmlassung eingehend prüfen und im Namen seiner über 400 Mitglieder eine detaillierte Stellungnahme abgeben.

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