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VSE unterstützt faktenbasierte Diskussion künftiger Stromproduktion

Dietikon (ots) - An seiner heutigen Generalversammlung hat der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) betont, dass über die künftigen Stromerzeugungstechnologien gesellschaftlich breit und faktenbasiert debattiert werden soll. Daneben fordert der VSE verlässliche Rahmenbedingungen für den Weiterbetrieb von Anlagen sowie für Investitionen in neue Produktionsstätten und insbesondere in Netze.

Kurt Rohrbach, VSE-Präsident, hat in seiner Rede an der VSE-Generalsammlung die Auswirkungen von Fukushima auf die Schweizer Stromversorgung herausgestrichen. Vor allem brauche es in Anbetracht der Vorgänge in Fukushima nun eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, mit welchen Technologien der Strom in der Schweiz in Zukunft produziert werden solle. Die Neubeurteilung müsse allseitig und nüchtern geschehen, auch unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Keine Option sollte von Beginn weg ausgeschlossen werden. Daneben fordert der VSE von Behörden und Gesetzgeber raschere Verfahren für Investitionen in Kraftwerke und Leitungen. Rohrbach unterstrich auch, dass insbesondere bei den neuen erneuerbaren Energien nicht die Investitionsbereitschaft oder die Finanzierung das Problem wäre, sondern die Akzeptanz solcher alternativer Stromerzeugungsarten, was den Bau und die Realisierung verzögert.

Gemäss einer Umfrage bei den VSE-Mitgliedern planen diese, bis 2020 jährlich rund 1.5 Mia. CHF ins Stromnetz zu investieren, damit die Versorgungssicherheit für die Schweiz weiterhin gewährleistet ist. Rohrbach wies darauf hin, dass die Netzbetreiber jedoch auf angemessene Erträge angewiesen sind, damit das Kapital verzinst ist und die Aufwendungen abgegolten sind. Das Augenmerk bei den Netznutzungstarifen dürfe nicht einseitig auf das Kriterium tiefer Strompreise fokussiert werden. Dies widerspreche letztendlich hinsichtlich Versorgungssicherheit dem StromVG.

VSE wählt neuen Vorstand

Die Zahl der VSE-Vorstandsmitglieder hat sich per Generalversammlung 2011 auf 14 erhöht. Neu gewählt für die Interessengruppierung Swisspower ist Dr. André Hurter, Generaldirektor von Services Industriels de Genève.

VSE-Symposium

Im Anschluss an die VSE-Generalversammlung findet am 5./6. Mai das zweitägige VSE-Symposium statt, das als Schwerpunktthema Energiesysteme der Zukunft hat. An der von Nationalrat Filippo Leutenegger moderierten Veranstaltung stehen unter anderem Referate von Zukunftsforscher Lars Thomsen, Martin Pfisterer, Präsident sol-E Suisse AG, Peter Birkner, Technischer Geschäftsführer RWE Rhein-Ruhr Netzservice GmbH, oder Pierre-Alain Graf, CEO swissgrid, auf dem Programm. Dr. Walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie, referiert am Symposium über den "Umbau der Energiesysteme: Die Herausforderungen für Wissenschaft, Wirtschaft und Staat". Holger Gassner, RWE Innogy GmbH, spricht über die "Herausforderung für zukünftige Energieysteme".

Das Präsidialreferat ist unter www.strom.ch verfügbar.

Punkto Versorgungssicherheit ist für den Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen die bundesrätliche Energiestrategie massgebend, dazu gehören neben Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Energieaussenpolitik auch Grosskraftwerke. Der heutige Strommix gewährleistet eine hohe Versorgungssicherheit. Der VSE setzt sich auch angesichts der aktuellen energiepolitischen Debatte für einen breiten Strommix ein, der langfristig tragbar ist.

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