Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Kundgebung vor dem Bundeshaus und offener Brief an die Parlamentarie-rInnen/ Lohngleichheit - der Countdown läuft!

Bern (ots) - Die SGB-Frauen nehmen es nicht mehr hin, dass Frauen im Schnitt für gleichwertige Arbeit immer noch 18,4 % weniger verdienen. Sie haben das heute Morgen, am Internationalen Tag der Frau, mit einer Aktion vor dem Bundeshaus bekundet. Gut 60 Frauen standen vor den eintreffenden ParlamentarierInnen Spalier und forderten, dass der vor sich herdümpelnde Lohngleichheitsdialog, ein freiwilliges sozialpartnerschaftliches Verfahren der Lohnüberprüfung und -anpassung, dem bisher erst 20 Unternehmen beigetreten sind, nun endlich mit aller Kraft voranzutreiben sei. In einem offenen Brief an alle National- und Ständeräte forderten die SGB-Frauen gleichzeitig, dass diese - vor allem in ihrer Rolle als Verwaltungsrat oder Unternehmerin - dafür sorgen sollen, dass "ihr" Unternehmen diesem Dialog beitritt.

Wortwörtlich steht im offenen Brief: "Seit 30 Jahren ist der Anspruch von Frau und Mann auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit in der Verfassung verankert. An der tatsächlichen Situation hat sich aber wenig verändert. [...] Es darf Ihnen nicht egal sein, dass die Gesetze, die Sie beschliessen, nicht umgesetzt werden [...]. Mit dem Lohngleichheitsdialog soll die Umsetzung der Lohngleichheit in den Betrieben beschleunigt werden. Ziel ist, dass möglichst viele Unternehmen, Verwaltungen und Institutionen mit mehr als 50 Mitarbeitenden ihre Löhne im Rahmen des LGD freiwillig überprüfen und allfällige Diskriminierungen beseitigen. Dieser freiwillige Weg funktioniert nur, wenn sich viele Unternehmen darauf einlassen. Das ist bis jetzt allerdings noch nicht ausreichend geschehen. Treten bis 2014 nicht genügend Unternehmen dem LGD bei, wäre eine Verschärfung des gesetzlichen Instrumentariums unumgänglich."

Der offene Brief und hochauflösende Fotos finden sich ab 9.00 auf: www.sgb.ch

Kontakt:

- Christina Werder, SGB-Zentralsekretärin
031 377 01 01 oder 079 34190 01
- Ewald Ackermann, SGB-Kommunikation
031 377 01 09 oder 079 660 36 14



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