Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Nationale Frauendemo vom 13. März 2010: "Her mit dem schönen Leben!"

    Bern (ots) - Rund 8000 Frauen, aufgerufen von über 50 Frauenorganisationen, Frauengruppierungen von Gewerkschaften, Verbänden und Parteien, demonstrierten heute in Bern im Rahmen der 3. Internationalen Aktion der Marche mondiale des femmes gegen Gewalt an Frauen und gegen Armut. Auf dem Bundesplatz sprachen Frauen zu Themen wie häusliche Gewalt, ge-gen Sozialabbau mitten in der Krise, Gleichstellung in Beruf und Bil-dung, Frieden und Entmilitarisierung, Autonomie und Selbstbestimmung, Stärkung des Service Public, Schutz der Umwelt und Rechte von Migran-tinnen.

    8000 Frauen auf dem Bundesplatz

    - fordern die Einhaltung der elementaren Rechte von Frauen auf Autonomie und Sicherheit als Schutz vor sexualisierter Gewalt; - fordern eine Stärkung der sozialen Sicherheit und keine Erhöhung des Frauenrentenalters! - fordern ausreichende und qualitativ hochstehende familienergänzende Kinderbetreuung zu erschwinglichen Tarifen! - protestieren gegen die Lohnungleichheit und fordern die Unternehmen auf, ihre Löhne zu überprüfen und Lohndiskriminierung zu eliminieren! - fordern Schulstrukturen und Lehrpläne, die die Gleichstellung för-dern und die die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt verbessern! - verlangen Schutz vor Waffengewalt im In- und Ausland! - protestieren gegen die Ausgrenzung der Sans Papiers! - fordern ihre Partnerinnen und Partner selbst wählen zu können! - protestieren gegen Krieg und Militarisierung! - solidarisieren sich mit Frauen in Konfliktgebieten und fordern ein Ende der systematischen  Vergewaltigung von Frauen in Kriegen und Konflikten! - fordern einen Welthandel, der die Menschenrechte respektiert, die Umwelt nicht gefährdet und zur Verminderung der Armut beiträgt! - fordern eine andere Welt - sie ist möglich!

    Diese Kundgebung ist Teil der dritten internationalen Aktion der Marche mondiale des femmes. Bereits seit dem 6. März fanden in 12 Schweizer Städten lokale Aktionen statt. In über 50 Ländern organisieren Frauen Märsche und Demonstrationen im Rahmen dieser Kampagne und fordern damit ein Ende der Armut und der Gewalt. Der nächste Höhepunkt der Marche mondiale des femmes wird die Europäische Zusammenkunft am 30. Juni in Istanbul sein, mit der ein Zeichen für ein offenes und solidarisches Europa gesetzt werden soll. Im Oktober werden sich Frauen aus der ganzen Welt in Süd-Kivu (Demokratische Republik Kongo) treffen, um den Frauen dort weltweit eine Stimme zu geben in ihrem Kampf für einen dauerhaften Frieden und in Erinnerung an die Tausende von Frauen, die Opfer brutalster Vergewaltigungen in diesem Konflikt geworden sind.

Kontakt:
Michèle Spieler, Marche mondiale des femmes, Schweizer Koordination,
076 453 50 50
Christina Werder, Zentralsekretärin Schweizerischer Gewerkschaftsbund
(SGB), 079 341 90 01



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