Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Nur 0,6 % Teuerungsausgleich beim Bund - Merz verharrt auf Stillstand

    Bern (ots) - Die Lohnverhandlungen der Personalverbände mit Bundespräsident Hans-Rudolf Merz sind aus Sicht der Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) der Gewerkschaften PVB, VPOD, garaNto und PVfedpol unbefriedigend verlaufen. Der zaghafte Finanzminister hat die Chance zu einem personalpolitisch positiven Zeichen verpasst und war nicht bereit, die im Vergleich zur Privatwirtschaft offene Reallohnlücke zu schliessen. Mehr Kaufkraft schaffen wäre gerade jetzt in der Krise beispielhaft. Immerhin konnte die Verhandlungsdelegation mit 0,6% mehr Lohn für alle den Teuerungsausgleich vor der konjunkturell falschen Sparwut retten.

    Auf die lange Bank geschoben wurden auch weitere Vorschläge der Verbände wie einheitlich geregelte familienergänzende Kinderbetreuung. Bundesrat Merz verhindert auch in diesem Bereich eine glaubwürdige Personalpolitik.

    Die VGB hat vor der Verhandlungsrunde Bundesrat Merz zudem 4'436 von Rentnerinnen und Rentnern persönlich unterschriebene Karten der Aktion "Grauer Brief" überreicht. Die Unterzeichnenden machen damit den Bundesrat darauf aufmerksam, dass der versprochene Teuerungsausgleich auf den Renten der Pensionskasse des Bundes seit Jahren aussteht und fordern gemeinsam mit ihren Personalverbänden PVB, vpod, garaNto und PVfedpol eine zumindest einmalige Geste für das Jahr 2010. Auch hier wirkt sicher der Kaufkraftverlust gerade jetzt besonders negativ aus. Das Problem brennt auf den Nägeln. Diese Unterschriften sind in nur einem Monat gesammelt worden. Auch hier bietet Bundesrat Merz nur Verhandlungen für 2010 an.

Kontakt:
Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal
Hans Müller, PVB und Präsident VGB, Tel. 079 406 93 38
André Eicher, garaNto, Tel. 079 380 52 53
Christof Jakob, VPOD, Tel. 077 447 29 03



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