Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Lohnverhandlungen Zwischenbilanz Gewerkschaften erzielen Reallohnerhöhungen

    Bern (ots) - Mittlerweile liegen die ersten Abschlüsse der diesjährigen Lohnverhandlungen vor. Sie zeigen, dass Reallohnerhöhungen bisher die Regel sind. Die Gewerkschaften konnten damit verhindern, dass die Rezession im nächsten Jahr voll auf die Binnenwirtschaft durchschlägt. Die Lohnerhöhung ist allerdings nicht überall gesichert. Denn in einigen Branchen und Betrieben versuchen die Arbeitgeber die Lohnverhandlungen so weit es geht hinauszuzögern, damit erst dann verhandelt wird, wenn die Rezession die Binnenwirtschaft erreicht. Dreist und fernab der Tatsache, dass zwei Drittel der Beschäftigten in Branchen tätig sind, die gute oder befriedigende Geschäfte machen, haben zudem einige Arbeitgeberfunktionäre generell Nullrunden verlangt. Solche Nullrunden wären allerdings Gift für eine Wirtschaft, die auf Lohnerhöhungen wie auf eine Vitaminspritze angewiesen ist. Zudem braucht es, um einen weiteren wirtschaftlichen Einbruch zu verhindern, auch mehr Prämienverbilligungen, dies im Ausmass des Anstiegs der Krankenkassenprämien. Bisherige Resultate Unia und VPOD: Alle nachfolgenden Branchen: Unia Coop: bis CHF 4'500 Monatslohn:plus CHF 40 (durchschn. 1%)ab CHF 4500 Monatslohn plus 0.75% plus Erhöhung Mindestlöhne: CHF 100 pro Monat(durchschnittlich 2,5%, Unterstellte:40'000 Lidl: plus 5% auf die Lohnsumme, plus Erhöhung Mindestlöhne: CHF 100 bis 250 pro Monat,Unterstellte: 1000 Reinigungsgewerbe Deutschschweiz: plus Erhöhung Mindestlöhne: 2%, Unterstellte:35'000 Reinigungsgewerbe Romandie: plus Erhöhung Mindestlöhne: 1,25 bis 1,55%, Unterstellte:6'000 Holzbau:plus 1% generell / plus 1,5% über Stufenanstieg. Erhöhung Mindestlöhne: plus 1%. Insgesamt: 2.5% für 70% der Beschäftigten, Erhöhung Mindestlöhne: plus 1,0%,Unterstellte: 12'000 Bauhauptgewerbe: plus 1% generell / plus CHF 1 pro Tag für Mittagessen= Ergibt eine Erhöhung von CHF 70 bis 80 pro Monat, Unterstellte: 80'000 Zuckerfabrik Aarberg: plus 1%, Untertellte:275 Lindt und Sprüngli:plus 1 bis 1,5% Uhrenindustrie: Nur die Teuerung wird jährlich verhandelt. Erhöhung Mindestlöhne: plus CHF 100, Unterstellte: 41'000 Alle Weiteren: VPOD Kt. SO: 1 % gen. plus Stufenanstieg Kt. BS und BL:Individueller Stufenanstieg Kt. FR: Automatismen gewährt (= 1%), Weiteres noch offen Kantonsspitäler Aargau:1,5 % total (davon mindestens 1% für Stufenanstieg) Stadt Zürich: Teuerungsausgleich per 1.4.2010. Plus 35 Mio. für ind. Erhöhungen Elektrizitätswerke Kt.ZH: 1,7 % ind. Elektrizitätswerke Kt. AG: 1,2 % (davon 0,34 % für alle) Hôpital du Jura et homes: Individueller Stufenanstieg gewährt (= 2,3 % durchschnittlich) Stadt Thun: Stufenanstieg gewährt (= 1,25 %)

Kontakt:
Schweizerischer Gewerkschaftsbund
Daniel Lampart, 079 205 69 11
Ewald Ackermann, 031 377 01 09 oder 079 660 36 14



Weitere Meldungen: Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Das könnte Sie auch interessieren: