Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Finanzkrise erreicht Schweizer Arbeitsmarkt - Gegenmassnahmen, damit die Arbeitslosigkeit nicht weiter ansteigt

    Bern (ots) - Der konjunkturelle Abschwung hat im November definitiv den Schweizer Arbeitsmarkt erreicht. Die Zahl der Personen, die aus konjunkturellen Gründen arbeitslos sind, nahm um fast 3000 zu. Zusammen mit saisonalen Faktoren (geringere Bautätigkeit in der kalten Jahreszeit u.a.) stieg die Zahl der Arbeitslosen um über 7000.

    Überproportional von diesem konjunkturbedingten Anstieg betroffen sind Arbeitskräfte aus der Industrie (gegen 1300 in Metall-, Maschinen-, Elektroindustrie u.a) sowie aus dem Baugewerbe (knapp 700). Dazu kommt ein Anstieg der Arbeitslosigkeit von rund 1700 bei ehemals temporär Beschäftigten.

    Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft sind düster. Damit die Arbeitslosigkeit nicht weiter zunimmt, braucht es wirksame Gegenmassnahmen:

    - Unternehmen, welche Absatzprobleme haben, sollen Kurzarbeit einführen, statt Stellen abzubauen.

    - Die Schweizerische Nationalbank muss ihre Zinsen weiter senken.

    - Kantonal- und Raiffeisenbanken befinden sich in einer ausgezeichneten Verfassung. Sie sollen die Schweizer Wirtschaft stützen, indem sie die Hypothekarzinsen senken und den Unternehmen Kredite vergeben.

    - Bund, Kantone und Gemeinden müssen ausführungsreife Investitionsprojekte vorziehen.

    - Bund und Kantone sollen die Kaufkraft von tiefen und mittleren Einkommen stärken durch Erhöhung der Familienzulagen und höhere Prämienverbilligungen bei den Krankenkassen.

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