Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Lohnrunde beim Bund - Personal verdient und erwartet deutliche Lohnerhöhung

    Bern (ots) - Seit Jahren wartet das Bundespersonal auf eine spürbare Lohnerhöhung. Der Zustupf von 1% im Sommer 2008 ist fast überall den höheren Beiträgen der Pensionskassen-Reform zum Opfer gefallen. Deshalb erwartet die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) von Bundesrat Merz in der Lohnrunde vom 25. November eine deutliche Lohnerhöhung. Die entsprechende gut begründete Eingabe ist vor wenigen Tagen beim Finanzminister eingetroffen.

    Das Bundespersonal arbeitet immer härter und unter hohem Druck. Nach früheren Nullrunden beträgt der Lohnrückstand auf vergleichbare Branchen 12%. Nebst dem vollen Teuerungsausgleich haben die Bundesangestellten jetzt deutlich mehr Reallohn verdient. Nachdem der Bundesrat den Kadern bis zu 5% mehr geben will, sind 3% für alle eine minimale Anerkennung.

    Die Bundeskasse hat in den letzten Jahren auch dank dem Personal Milliarden-Überschüsse gemacht. Der Bund kann es sich leisten, seine Angestellten anständig zu bezahlen. Der Bund muss jetzt ein Zeichen setzen, weil er bei der Kaufkraftsicherung eine Vorbildrolle übernehmen muss. Die bekannten Lohnverhandlungen in anderen Branchen ergeben mehr als 3 Prozent. Da muss der Bund mitziehen. Wenn über Nacht für miserables Bankmanagement zur Rettung des Finanzplatzes 6 Milliarden aus der Bundeskasse und über 60 Milliarden der Nationalbank locker gemacht werden können, darf das Bundespersonal nicht leer ausgehen. Der Bundesrat muss nicht nur in der Finanzbranche, sondern auch für die Arbeitnehmer in der Schweiz ein optimistisches Zeichen setzen.

    Die VGB verlangt zudem mit Nachdruck, dass auch den Rentnerinnen und Rentnern des Bundes seit Jahren erstmals wieder zumindest teilweise die Teuerung ausgeglichen wird.

Kontakt:
Hans Müller, PVB und Präsident VGB, Tel. 079 406 93 38
André Eicher, garaNto, Tel. 079 380 52 53
Christof Jakob, VPOD, Tel. 077 447 29 03



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