Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Kaderlohnerhöhung beim Bund: Eine deutliche Lohnerhöhung für alle ist jetzt überfällig

    Bern (ots) - Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) der Gewerkschaften PVB, vpod und garaNto ist erstaunt, dass der Bundesrat ohne vorherige Verhandlung mit den Personalverbänden den höchsten Lohnklassen eine Lohnerhöhung gewährt. Dem obersten Kader will er offenbar 5% und dem übrigen Kader noch 2,5% mehr geben.

    Positiv an dieser Massnahme ist, dass der Bundesrat endlich erkannt hat, dass Bundeslöhne auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr konkurrenzfähig sind. Das gilt nicht nur zuoberst, sondern für alle Lohnklassen. Der Bund hat seit 1991 eine extreme Lohnzurückhaltung praktiziert, die Ende 2007 erst leicht korrigiert werden konnte. Deshalb ist es nicht akzeptabel, dass nun - wie bei den Banken - nur die bereits höchsten Einkommen grosszügig bedient werden und die grosse Mehrheit Normalverdienender leer ausgehen soll.

    Die VGB hat vor wenigen Tagen mit Blick auf die Lohnverhandlungen für 2009 Bundesrat Merz geschrieben und begründet mindestens 2% Reallohnerhöhung für alle verlangt. Nach den heutigen Beschlüssen der Landesregierung ist dies das absolute Minimum. Will der Bundesrat die erwiesen gute Arbeitsqualität der Verwaltung erhalten, muss er allen Bundesangestellten die nötige Wertschätzung geben. Nur den hohen Beamten mehr in die Lohntüte zu stecken, kann für die mittleren und unteren Angestellten nur demotivierend wirken.

Kontakt:
Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB)
Communauté de négociation du personnel de la Confédération (CNPC)

Auskunft:
Hans Müller, PVB und Präsident VGB, Tel. 079 406 93 38
André Eicher, garaNto, Tel. 079 380 52 53



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