Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Post Postregulationsbehörde mit Scheuklappen im Galopp

      Bern (ots) - Der heute von der Postregulationsbehörde
veröffentlichte Tätigkeitsbericht 2006 zeigt eindrücklich, dass
diese Behörde ihren Auftrag nicht erfüllt. Sie macht vielmehr
Politik. Dogmatisch und mindestens auf dem einen Auge blind, predigt
sie eine weitere Senkung der Monopolgrenze und damit die
voranschreitende Liberalisierung der Post. In einem geradezu
lehrbuchartigen Zirkelschluss-Verfahren etwa wird der Post die
Verpflichtung auf ein flächendeckendes Angebot als Behinderung der
Konkurrenz ausgelegt. Die Auswirkungen der Postliberalisierungen auf
die Arbeitsbedingungen in den diesbezüglich „fortschrittlicheren“
EU- Ländern werden souverän ausgeblendet. Dafür werden die
Arbeitsbedingungen der heute in der Schweiz als Konkurrenz zur Post
tätigen Unternehmen geschönt bzw. in unpräzisem Zweckoptimismus
geschildert. Weder die Menschen dieses Landes noch die im Postwesen
Beschäftigten haben eine solche scheuklappenartige Verkündung von
Heilslehre verdient. Auskünfte: Schweizerischer Gewerkschaftsbund
(SGB), Ewald Ackermann 031 377 01 09.



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