Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

SGB-Vorstand zur Kündigung Landesmantelvertrag Baugewerbe - Kurzsichtiges Spiel mit dem Feuer

Bern (ots) - Der gestern am 30. Mai in Bern versammelte SGB-Vorstand hat mit Besorgnis Kenntnis genommen vom unverantwortlichen und schwerwiegenden Entscheid des Baumeisterverbandes (SBV), den Landesmantelvertrag im Baugewerbe zu kündigen. Der SGB-Vorstand fordert den SBV auf, diese Kündigung zurück zu nehmen. Es kann grundsätzlich nicht angehen, die Sozialpartnerschaft wie einen lästigen Beutel hinzuschmeissen, wenn man in Verhandlungen mit seinen Maximalforderungen nicht durchkommt. Die Kündigung im gegenwärtigen Zeitpunkt, wo allein ein allgemein verbindlicher GAV die Voraussetzung schafft, Dumping im Rahmen der Personenfreizügigkeit effizient eindämmen zu können, ist ein grobfahrlässiges Spiel mit dem Feuer. Indem die Arbeitgeber den Segen zur Verwilderung der Baubranche geben, nehmen sie weder eine europapolitische noch eine soziale Verantwortung wahr. Weil dem Landesmantelvertrag zudem Leitwirkung zukommt, droht mittelfristig ein Flächenbrand. Der Vorstand des SGB fordert die Baumeister auf, anstelle von Ideologie oder kurzfristigen und kurzsichtigen Profitaussichten wieder auf Vernunft zu setzen. Sollte der SBV nicht auf eine solche Haltung einschwenken, dann werden die dem SGB angeschlossenen Verbände die direkt betroffenen Gewerkschaften in ihrem Kampf wider die Verwilderung der Arbeitsbedingungen wirkungsvoll unterstützen. Auskünfte: Ewald Ackermann 031. 377 01 09

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