Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Mit Credit Suisse in die Altersarmut: Reiche Bank will AHV-Renten kürzen

Bern (ots) - Die Credit Suisse hat Reformvorschläge veröffentlicht, die unser AHV- System total in Frage stellen: - Statt wie bisher stabile und sichere Renten würde die AHV in Zukunft schwankende und unsichere „Renten nach Kassenlage“ zahlen. Ausgerechnet bei schlechter Wirtschaftslage würden die Renten gesenkt. - Die Neurenten sollen zudem von der (erwarteten) durchschnittlichen Lebenserwartung des Jahr-ganges abhängig gemacht werden. Sie würden also für die nächsten -zig Jahrgänge immer tie-fer ausfallen. Damit würden Menschen dafür bestraft, dass sie älter werden. Die AHV hat den verfassungsmässigen Auftrag, die Existenz der RentnerInnen zu sichern. Schon die heutigen Ansätze (zwischen minimal Fr. 1’105.- und maximal Fr. 2'210.-) erfüllen diesen Auftrag nicht. Sie stellen aber für die meisten AltersrentnerInnen die wichtigste Einkommensquelle dar. Die CS-Vorschläge würden also die meisten RentnerInnen in Nöte treiben. Frappant ist weiter, wie arrogant die CS unter dem Begriff „höhere individuelle Flexibilität“ das heutige „Reichtumsgefälle“ beim Rentenalter leugnet. Wer genügend reich ist, darf laut CS weiterhin früher gehen. Wer hingegen sein Lebtag lang schon weniger Einkommen erzielt hat, wird aufgrund der lausigen AHV-Rente „à la Credit Suisse“ bis Alter 70 weiter arbeiten müssen. Anders gesagt: Das Management der CS wird dank seiner Löhne und Boni über genügend finanzielle Mittel verfügen , um seinen Lebensabend frühzeitig anzutreten und geniessen zu können. Die meisten anderen Menschen aber nicht. Die CS- „Reformvorschläge“ sind destruktiv. Sie würden die heutigen sozialpolitischen Probleme verschärfen. Sie suggerieren weiter, dass die AHV vor dem Bankrott stehe, obwohl deren Milliardenüberschüsse der letzten Jahre das Gegenteil beweisen. Umso wichtiger ist die Volksinitiative „für ein flexibles AHV-Alter“. Sie ermöglichte vorab denjenigen Menschen vor Alter 65 einen wohlverdienten Lebensabend, die darauf angewiesen sind und sich diesen nicht selbst leisten können. SCHWEIZERISCHER GEWERKSCHAFTSBUND Auskunft: Colette Nova, Tel. 031/377 02 24 und 079/428 05 90

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