Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Aufruf der SGB-Migrationskommissionen zum Internationalen Tag gegen Rassismus (21.3.07) Chancengleichheit statt Diskriminierungen

      Bern (ots) - Rund 60 VertreterInnen der Migrationskommissionen
aller Verbände des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB haben
sich am 17. März in Olten getroffen, um Massnahmen für ein
gewerkschaftliches Programm zum Abbau der Diskriminierung von
Migrant/innen zu diskutieren. Sie haben dabei auch einen Aufruf zum
Internationalen Tag gegen Rassismus (21.3.) verabschiedet.

    An der Tagung bekräftigten die SGB-Gewerkschafter/innen, die Diskriminierungen in der Arbeitswelt aktiv bekämpfen zu wollen. Insbesondere bei den Themen Lohn, Zugang zur Arbeit sowie in der beruflichen Weiterbildung und Beförderung sind stossende Ungleichheiten festzustellen. Sie verursachen eine berufliche Segregation, die Migrant/innen tendenziell in prekäre Jobs weist. Für Menschen, die erst im Erwerbsalter in die Schweiz emigrieren, ist die Anerkennung der Diplome zu gewährleisten.

    Die anwesenden SGB-Gewerkschafter/innen stellten ebenso den Mangel einer „echten Chancen-gleichheit“ für Jugendliche vor dem Einstieg in die Arbeitswelt fest. Schule und Berufslehre müssen gleiche Ausbildungschancen bieten.

    Im Hinblick auf den Internationalen Tag gegen Rassismus (21.3.) rufen die SGB-Migrationskom-missionen die Behörden und Institutionen, aber auch jeden einzelnen auf, diesen gewerkschaftlichen Einsatz zu unterstützen und auch in der Schweiz entschlossen gegen alle Formen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung zu kämpfen. Dazu gehört für den SGB auch, sich den Kreisen entgegenzustellen, die mit Killer-Schlagworten wie „multikulturelle Brutalität“ undifferenziert alle Menschen mit Migrationshintergrund diskreditieren.

SCHWEIZERISCHER GEWERKSCHAFTSBUND

Auskünfte: Vania Alleva: 079/620 11 14,  Ewald Ackermann: 031/377 01 09



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