Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Swiss-Streik: Verunglückte Stellungnahme des Bundespräsidenten

      Bern (ots) - Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB hat kein
Verständnis für die Reaktion der Swiss-Unternehmensführung auf den
gestern von der Gewerkschaft Swiss Pilots Association (SPA)
ausgerufenen Streik. Swiss kann sich nicht einfach während Monaten
weigern, mit SPA einen fairen Gesamtarbeitsvertrag (GAV)
abzuschliessen und gleichzeitig diese auf den Arbeitsfrieden
verpflichten. Ohne Gesamtarbeitsvertrag gibt es keinen
Arbeitsfrieden.

    Das Recht, den Streik als Mittel zur Durchsetzung eines GAV einzusetzen, ist von der Bundesverfassung garantiert. Es geht nicht an, dass die Swiss-Führung dieses Grundrecht mit Sanktionen, Schadenersatzforderungen und Kündigungsdrohungen ausser Kraft setzen will. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund fordert deshalb die Swiss auf, ihre Drohungen gegenüber den SPA-Piloten zurückzunehmen und endlich faire GAV-Verhandlungen aufzunehmen.

    Verunglückt war nach Ansicht des SGB gestern die Stellungnahme des Bundespräsidenten zur Auseinandersetzung zwischen Swiss und SPA. Durch seine in der Öffentlichkeit vorgetragene Kritik am Streik der Piloten hat er einseitig Position für die Haltung der Swiss bezogen, obwohl ein Gericht bereits 2003 festgestellt hatte, dass die ehemaligen Crossair-Piloten von der Swiss diskriminiert werden.

Schweizerischer Gewerkschaftsbund

Auskunft: Rolf Zimmermann, Tel. 031 377 01 21 Pietro Cavadini 079 353 01 56



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