Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Neuauflage der 11. AHV-Revision Immer noch einseitiger Abbau – Vorruhestandsleistungen blosses Notpflästerchen

Bern (ots) - Die heute vom Bundesrat vorgestellte AHV-Vorlage ist nach wie vor durch einseitigen Abbau gekennzeichnet. Zugemutet wird dieser

• den Frauen: Dies, obwohl die Jobs nicht da sind, die Löhne der älteren Frauen schlecht sind und die Frauen in der beruflichen Vorsorge und auf dem Arbeitsmarkt generell nach wie vor diskriminiert werden.

• den BezügerInnen von AHV- (und IV-)Leistungen. Obwohl die Renten heute nicht existenzsichernd sind, wird die Kaufkraft der Rentner/innen geschwächt werden.

Die Vorruhestandsleistung (VRL) ist völlig ungenügend. Sie ignoriert die sozialen Bedürfnisse und die Realitäten auf dem Arbeitsmarkt:

• Die Voraussetzungen, um diese VRL zu erhalten, sind sehr streng und schikanös. Die VRL käme nur ganz wenigen Personen zugute.

• Die VRL diskriminiert Ausländer. Gerade sie jedoch sind wegen krankmachenden Arbeitsbedingungen oft auf einen früheren Rücktritt angewiesen.

• Die gewählte Lösung ist sehr bürokratisch und wird einen hohen Verwaltungsaufwand und hohe Verwaltungskosten nach sich ziehen.

Fazit: die VRL sind eine Leistung nur für die Ärmsten der Armen; sie bringen den allermeisten älteren Arbeitnehmenden, die aus gesundheitlichen oder arbeitsmarktlichen Gründen keinen Erwerb mehr finden, nichts. Zudem vermögen sie den Leistungsabbau in der AHV- Revision nicht zu kompensieren.

Der einzige sozial nachhaltige Vorschlag zu einem würdigen flexiblen Rentenalter ist mit der kurz vor dem Sammelabschluss stehenden AHV-Volksinitiative des SGB gegeben. Diese gibt ab 62 einen Anspruch auf eine garantierte Rente und ermöglicht damit auch jenen, die es am meisten nötig haben, den vorbezogenen Altersrücktritt.

Auskünfte: Colette Nova, 031 / 377 01 24 oder 079 / 428 05 90
                 Ewald Ackermann, 031 / 377 01 09



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