Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

VGB zum Pensionskassenentscheid des Bundesrats: Nein zum unrealistisch erhöhten Norm-Rentenalter 65

      Bern (ots) - Zwar ist die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal
(VGB) der Gewerkschaften PVB, VPOD und garaNto grundsätzlich mit dem
von Bundesrat nun eingeleiteten Wechsel zum Beitragsprimat
einverstanden. Es war aber immer zugesichert, dass damit kein
Leistungsabbau verbunden sein darf. Das auf 65 erhöhte Rentenalter
ist ein Abbau, dem die VGB nicht zustimmen kann. Sie wird dies, wie
bereits früher wiederholt, in den nun folgenden Verhandlungen mit
Bundesrat Merz klarmachen.

    Das heute geltende Rentenalter 62 bei 40 Versicherungsjahren ist gut und realistisch. 65 hingegen widerspricht dem in allen Branchen zunehmenden Trend zur Frühpensionierung. 65 ist auch im Rahmen der vom gleichen Bundesrat betriebenen Personalabbaupolitik unsinnig, weil sie sozial verträgliche Lösungen mit älteren Angestellten erschwert. 65 ist schliesslich eine Provokation gegenüber den Frauen, für die selbst in der AHV Rentenalter 64 gilt.

    Die VGB verlangt vom Bundesrat, für die Botschaft ans Parlament eine Lösung auszuarbeiten mit einem Versicherungsbeginn vor 25 und 40 Versicherungsjahren bis zur ordentlichen Rente. Im übrigen müssen für den Primatswechsel grosszügige Übergangsfristen eingeräumt werden. Nur so sind Abbauängste und Verunsicherung beim Personal zu vermeiden.

Auskunft: Hans Müller, PVB und Präsident VGB, Tel. 079 406 93 38 Rolf Zimmermann, VGB-Geschäftsstelle, Tel. 079 756 89 50



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