Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Einer von sieben Bundesräten

Bern (ots) - Der Personalverband des Bundes (PVB) weist die Aussagen des Departementsvorstehers EJPD in Bezug auf die Verwaltung, die er an der Bilanzmedienkonferenz in Biel machte, als völlig deplatziert zurück. Einer von sieben Bundesräten beleidigt eine effiziente und auch im Vergleich zum Ausland sehr gut funktionierende Verwaltung. An der Bilanzmedienkonferenz desavouierte der Departementsvorsteher des EJPD die Verwaltung pauschal als überdotiert, realitätsfremd, und es mangle ihr an Kostenbewusstsein wie an Führungsqualifikation. Der Personalverband des Bundes (PVB) ist nicht erstaunt über diese Aussagen, liegen sie doch auf der Linie, die vom Departementschef EJPD auch als Parlamentarier immer vertreten wurde. Bundesrat Villiger hat kurz vor seinem Rücktritt vor gut einem Jahr im Parlament Folgendes ausgeführt: Die Bundesverwaltung verfügt im Mittel über sehr gutes Personal, das mit der Privatwirtschaft vergleichbar ist. Wir haben nicht nur europaweit, sondern weltweit eine der besten öffentlichen Verwaltungen. Warum protestiert eigentlich keiner der 6 andern Magistratspersonen? Sind sie seiner Meinung oder wagt schon keiner mehr einen Widerspruch? Die hunderten von Mitarbeitenden im VBS, die kurz vor einer Kündigung stehen, erleben die Verwaltung nicht als eine geschützte Werkstatt, so wie es der „Ein-Siebtel-Bundesrat“ kommentierte, für sie sind diese Aussagen ein Schlag ins Gesicht. Für den PVB ist die Nichtreaktion der andern Magistratspersonen die grosse Enttäuschung! Der Personalverband des Bundes ist stolz auf die sehr gut funktionierende Verwaltung und wird sie mit allen verfügbaren Mitteln verteidigen! Wir brauchen einen leistungsfähigen Staat, das ist genau das Gegenteil zur Position des Chefs EJPD. Auskunft: Hans Müller, Generalsekretär, Tel. 079 406 93 38 Personalverband des Bundes (PVB), Oberdorfstrasse 32, 3072 Ostermundigen Mail: hans.mueller@pvb.ch

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