Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

SGB/USS: SGB lehnt bundesrätliche Willkürpolitik beim Mindestzinssatz ab

      Bern (ots) - Der Bundesrat lehnt es nach wie vor ab, den
Mindestzinssatz nach klaren, für alle Versicherten nachvollziehbaren
Kriterien festzulegen. Mit seiner sturen Weigerung, eine Formel für
den Mindestzinssatz zu beschliessen, gibt er dem Druck der
Lebensversicherer zu Lasten der Versicherten nach. Durch seine
willkürliche Festsetzung des Mindestzinssatzes schadet der Bundesrat
der beruflichen Vorsorge: das angeschlagene Pensionskassensystem
braucht Transparenz, Glaubwürdigkeit und Stabilität und keine
Hauruck-Entscheidungen des Bundesrates.

    Der Schweizerische Gewerkschaftsbund lehnt die vom Bundesrat beschlossenen 2,25 Prozent für den Mindestzinssatz als zu niedrig ab. Es ist aus Sicht der Versicherten nicht nachvollziehbar, dass ihnen Pensionskassen und Lebensversicherer trotz einer professionellen Anlageorganisation nicht einmal die Rendite der risikoarmen Bundesobligation weitergeben müssen. Der zu tiefe Satz verschafft den Aktionären und dem Management der Lebensversicherer einen garantierten Gewinn auf Kosten der Versicherten, die dafür mit kleineren Renten abgespiesen werden.

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