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comparis.ch begrüsst das Ende der Verschlüsselung von digitalem Fernsehen - Wettbewerb bodigt Zwangsbox für Digital-TV

Zürich (ots) - UPC Cablecom verzichtet auf die Verschlüsselung ihres digitalen Fernsehens. Der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch begrüsst diesen Schritt. Aus Sicht der Konsumenten war die «Zwangsbox» nicht nachvollziehbar. Nun werden Kunden endlich nicht mehr dazu gezwungen, für eine solche Box zu bezahlen. Erfreulich ist, dass der Druck des Wettbewerbs zu diesem Schritt geführt hat.

Die grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz, UPC Cablecom, hat heute das Ende der Grundverschlüsselung bekannt gegeben. Künftig kann jeder Besitzer eines neueren Fernsehers direkt über den bestehenden Anschluss in der Wohnung digitales Fernsehen schauen. Die sogenannte Set-Top-Box ist nicht mehr Voraussetzung. Zur Verfügung stehen mit 55 Sendern die üblichen Programme, und dies bei einigen Sendern in HD-Qualität. Nur wer Sendungen digital aufnehmen oder Filme auf Abruf schauen will, braucht weiterhin eine Box.

Ein alter Zopf wird abgeschnitten

«Endlich hat UPC Cablecom die Zwangsbox abgeschafft», sagt Ralf Beyeler, Telecom-Experte beim Internet-Vergleichsdienst comparis.ch. Damit kommt UPC Cablecom seinen Kunden entgegen. Die Set-Top-Box war ein alter Zopf. Viele Kunden sahen nicht ein, weshalb sie dem TV-Anbieter nicht nur monatliche Gebühren fürs Fernsehen zahlen müssen, sondern von ihm auch noch zu Gebühren für eine solche Box gezwungen werden. comparis.ch hatte dies in der Vergangenheit mehrmals kritisiert, auch die Politik hatte sich mit dem Thema beschäftigt.

«Es ist erfreulich, dass hier der Wettbewerb gespielt und einen Vorteil für die Konsumenten hervorgerufen hat», hält Ralf Beyeler fest. Denn was die Politik nicht geschafft hat, ist nun durch den Druck des Wettbewerbs erreicht worden. UPC Cablecom, die in der Mehrheit der Schweizer Haushalte jahrelang praktisch eine Monopolistin war, sieht sich seit einiger Zeit mit harter Konkurrenz konfrontiert. Im digitalen Fernsehen ist UPC Cablecom (661'800 Kunden) von Swisscom-TV (694'000 Kunden) überholt worden, das seit sechs Jahren auf dem Markt ist. UPC Cablecom hat heute noch 840'000 Kunden, die ausschliesslich analoges Fernsehen empfangen. Viele dieser Kunden dürften ein neueres TV-Gerät haben und profitieren nun fast automatisch von digitalem Fernsehen und besonders von HD-Qualität, ohne einen Vertrag abzuschliessen.

Hohe Grundgebühren

Abzuwarten ist, ob UPC Cablecom ihre Kunden behalten kann. Denn die Massnahme hat aus Konsumentensicht auch einen Haken. «UPC Cablecom hat im Vergleich zu anderen Kabelnetzbetreibern sehr hohe Grundgebühren», sagt Ralf Beyeler von comparis.ch. Die Grundgebühr wird sogar noch höher, von heute 27.45 Franken auf 29.05 Franken, also um 1.60 Franken. Viele regionale Kabelnetzbetreiber verlangen bloss zwischen 10 und 20 Franken. Immerhin erhalten bei UPC Cablecom die Kunden auf Wunsch und ohne Aufpreis auch einen Internet-Zugang mit einer Download-Geschwindigkeit von 2 MBit/s. Diese Geschwindigkeit reicht für eine übliche Nutzung.

Kontakt:

Ralf Beyeler
Telecom-Experte
Telefon: 044 360 34 00
Handy: 079 467 07 81 (ab 14.30 Uhr)
E-Mail: media@comparis.ch
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