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comparis.ch zum Thema Überversicherung - Ein einig Volk von Überversicherten

Zürich (ots) - Die Schweiz ist ein Land der Überversicherten. Davon gehen zumindest zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung aus. Gleichzeitig sind Herr und Frau Schweizer aber der Meinung, dass sie selbst genau richtig versichert sind. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch. Weiteres Ergebnis: Die Einschätzung, dass viele überversichert sind, ist mehr als ein Klischee, besonders bei der Motorfahrzeugversicherung. Viele Automobilisten zahlen für Zusatzleistungen, die sie nicht benötigen.

Das Abschliessen einer Versicherung ist immer eine kleine Herausforderung: Einerseits will man einen ausreichenden Versicherungsschutz, andererseits will man nicht für etwas bezahlen, das man gar nicht benötigt. Schliesslich steigen mit jeder Zusatzleistung die Prämien. Acht von zehn Schweizer Autobesitzern denken, dass sie dieses Dilemma generell gut gelöst haben und genau richtig versichert sind. Nur 18 Prozent der Befragten sagen von sich selbst, sie seien überversichert. Auffallend dabei: Signifikant mehr Frauen (85%) als Männer (76%) sagen von sich, im Allgemeinen richtig versichert zu sein. Dies zeigt eine im Auftrag von comparis.ch durchgeführte repräsentative Umfrage. Für diese befragte Ende Juli 2011 das Marktforschungsinstitut GfK 1200 Autobesitzer in der ganzen Schweiz.

Von der eigenen Versicherung sind fast alle Befragten überzeugt, anderen traut man aber nicht zu, dass sie angemessen versichert sind. So sagen zwei Drittel der Befragten, dass Schweizer generell überversichert sind. Nur 21 Prozent gehen davon aus, dass die anderen im Allgemeinen angemessen versichert sind. 6 Prozent rechnen damit, dass Schweizer unterversichert sind und 6 Prozent können dies nicht beurteilen. «Von der eigenen Versicherungssituation ist man überzeugt, von derjenigen der anderen hingegen nicht», fasst Richard Eisler, Geschäftsführer von comparis.ch, die Ergebnisse zusammen. «Ein kritischer Blick auf die eigene Situation würde sich aber vielfach auszahlen.»

Unnötige Zusätze bei der Autoversicherung

Lohnen würde sich ein solch kritischer Blick häufig bei der Autoversicherung. Hier sind die Befragten von der eigenen Versicherungssituation noch überzeugter als im Allgemeinen. 87 Prozent der Befragten gehen davon aus, genau richtig versichert zu sein. Die Comparis-Umfrage zeigt aber, dass vielfach unnötige Zusätze abgeschlossen worden sind. So hat knapp ein Drittel der Befragten eine Parkschaden-Versicherung. Da aber durch Fahrzeuge verursachte Parkschäden - nach Abzug eines Selbstbehaltes von 1000 Franken - ein Fonds deckt, der über die obligatorische Haftpflichtversicherung geäufnet wird, kann auf diesen Zusatz durchaus verzichtet werden.

Ein weiteres Beispiel für einen unnötigen Zusatz ist die Insassen-Unfallversicherung. Denn wer in der Schweiz lebt, muss obligatorisch gegen Unfall versichert sein. Eine Unfallversicherung für die Insassen ist darum nur sinnvoll, wenn regelmässig Gäste aus dem Ausland transportiert werden, welche hierzulande über einen schlechten Versicherungsschutz verfügen. Dies dürfte bei den wenigsten Autofahrern der Fall sein. Trotzdem geben 62 Prozent der Befragten an, diesen Zusatz abgeschlossen zu haben.

Die wenigsten überprüfen ihre Police

Ein möglicher Grund für eine Überversicherung ist, dass die wenigsten Autofahrer regelmässig überprüfen, ob ihre Versicherung noch ihren Bedürfnissen entspricht. 62 Prozent der Befragten haben beim Kauf ihres aktuellen Wagens zum letzten Mal die Versicherung überprüft. 15 Prozent haben aufgrund des Fahrzeugalters die Versicherung angepasst. Nur jeder elfte Befragte gibt an, generell seine Versicherungen überprüft und in der Folge seine Autoversicherung angepasst zu haben. «Dass man sich nicht gerne mit mühsamen Versicherungsdetails herumschlägt, ist verständlich. Allerdings muss man dafür dann oft teuer bezahlen», sagt Eisler.

Kontakt:

Richard Eisler
Geschäftsführer
Telefon: 044 360 34 00
E-Mail: media@comparis.ch
www.comparis.ch/versicherung


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