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comparis.ch: Schweiz beliebtestes Auswanderungsland bei Deutschen - Viele Deutsche auf dem Sprung in die Schweiz

    Zürich (ots) - Die Schweiz ist momentan das beliebteste Auswanderungsziel für Deutsche. 2007 zog es knapp 30'000 Deutsche in die Schweiz. Über 200'000 Deutsche leben bereits hier. Der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch wollte wissen, was die Deutschen in die Schweiz treibt. Eine in Deutschland durchgeführte, repräsentative Umfrage im Auftrag von comparis.ch zeigt: 43 Prozent der deutschen Berufstätigen können sich grundsätzlich vorstellen, in der Schweiz zu leben und zu arbeiten. Die Hauptmotive für einen Umzug in die Schweiz sind ein höheres Lohnniveau und geringere Steuern und Sozialabgaben, aber auch das schöne Land und die geringe Sprachbarriere.

    Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch unter 1000 deutschen Erwerbstätigen ab 18 Jahren zeigt eine hohe Offenheit der Deutschen gegenüber dem Thema Auswanderung. Die Umfrage durchgeführt hat das deutsche Marktforschungsinstitut TNS Infratest. 57 Prozent der deutschen Berufstätigen (ohne Studenten und Auszubildende) können sich einen Wechsel ins Ausland prinzipiell vorstellen. Die Schweiz ist dabei eine attraktive Destination: 43 Prozent möchten nicht ausschliessen, ihre Zelte einmal hier aufzuschlagen. Die Gründe, die für ein Arbeiten und Leben in der Schweiz sprechen, sind erwartungsgemäss das «schöne Land» (für 68 Prozent ein Grund) und die «geringen Sprachbarrieren» (für 61 Prozent ein Grund). Die Eidgenossenschaft punktet aber insbesondere mit einem höheren Lohnniveau, attraktiven Steuern und tieferen Sozialabgaben als in Deutschland. Ein besseres Gehalt sind für 79 Prozent ein Grund, ein Leben in der Schweiz zu erwägen. Fast gleichauf mit 78 Prozent der Nennungen liegen die geringeren Steuern und Sozialabgaben.

    Wer in der Schweiz lebt und arbeitet, hat mehr in der Tasche. Ein Beispiel: Ein 35-Jähriger deutscher Single muss für ein Netto-Gehalt von etwas über 3000 CHF in Konstanz rund 70'000 CHF brutto im Jahr verdienen, in Zürich würden für den gleichen Netto-Verdienst schon rund 48'000 CHF Brutto ausreichen. Dass die steuerliche Belastung in der Schweiz tiefer liegt, zeigt sich auch im "Tax Freedom Day": Während man in Deutschland gemäss dem Bund der Steuerzahler Deutschlands im Jahr 2007 durchschnittlich bis zum 13. Juli arbeiten musste, um seine Steuern und Sozialabgaben zu bezahlen, hatte man bei den Eid-genossen gemäss eidgenössischem Finanzdepartement schon ab dem 16. April 2007 seine Steuerpflicht erfüllt. Das macht die Schweiz für viele deutsche Erwerbstätige attraktiv, da neben der geringeren Abgabenlast auch die Brutto-Löhne in der Regel höher liegen. 2007 haben gemäss Bundesamt für Migration knapp 30'000 Deutsche die Personenfreizügigkeit genutzt. Ausländern, die sich für ein Leben und Arbeiten in der Schweiz interessieren, bietet comparis.ch neu einen Quellensteuer-Rechner an.

    Deutschland droht der Verlust der jungen und klugen Köpfe Die Umfrage von comparis.ch unter den deutschen Erwerbstätigen zeigt weiter, dass gerade die Jüngeren und gut Ausgebildeten am stärksten an eine Auswanderung denken. Bei den unter 30-Jährigen können sich 73 Prozent ein Leben und Arbeiten im Ausland vorstellen. Mit dem Alter nimmt die Auswanderungsbereitschaft deutlich ab. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 55 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen etwas mehr als die Hälfte (51%). Besonders hoch ist die Affinität für einen Wechsel ins Ausland bei den erwerbstätigen Deutschen mit Abitur oder Fachhochschulreife: Hier liegt sie bei 72 Prozent. Bei den Berufstätigen mit Haupt- oder Volksschulabschluss sind es hingegen nur 50 Prozent.

    Das Auswanderfieber hat das ganze Land erfasst, besonders aber den Westen. In West-Deutschland können sich 60 Prozent vorstellen, im Ausland zu arbeiten und zu leben. In Ost-Deutschland sind es deutlich weniger: 43 Prozent. Männer zieht es offenbar eher ins Ausland als Frauen. 63 Prozent der männlichen Erwerbstätigen können sich das vorstellen. Bei den Frauen sind es 50 Prozent.

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