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Visionen der Informationsgesellschaft -- Einladung an die Medien zur Konferenz vom 3./4. November 2005 an der Empa in St. Gallen

Dübendorf (ots) - Die Empa bringt zum Abschluss ihres vierjährigen Forschungsprogramms «Sustainability in the Information Society» (SIS) zur nachhaltigen Entwicklung der Informationsgesellschaft hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft zusammen. An der zweitägigen interdisziplinären Konferenz wird kontrovers und konstruktiv diskutiert, wie den Bedürfnissen der Informationsgesellschaft Rechnung getragen werden kann, ohne die Entwicklungsmöglichkeiten der kommenden Generationen einzuschränken. Die Wandlung der Industrie- zur Informationsgesellschaft geht einher mit der Globalisierung und zeigt ein grosses Potential, materielle Produkte teilweise durch Information und Wissen zu ersetzen. Gleichzeitig werden in der Informationsgesellschaft die Innovationsprozesse beschleunigt. Dadurch wird Bestehendes immer schneller durch Neues ersetzt – ganz egal ob es sich um Hardware, Software, technische Produkte, menschliche Fähigkeiten oder Wissen handelt. Das SIS-Programm untersuchte in einer Vielzahl von Projekten die Auswirkungen des immer breiteren Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Durchgeführt wurden die Projekte von der Empa-Abteilung «Technologie & Gesellschaft» unter der Leitung von Prof. Dr. Lorenz Hilty. Aussergewöhnlich an dieser wissenschaftlichen Konferenz ist der enge Miteinbezug von Fachspezialisten und Exponenten aus Industrie, Politik und Gesellschaft. Damit bestätigt die Empa ihre Brückenfunktion für die Forschung und Wissenschaft. Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm finden Sie auf www.empa.ch/vis2005 Zum Inhalt der Vorträge und Workshops in Stichworten (Auswahl): (Die Vorträge und Workshops werden in englischer Sprache gehalten.) • Zukunftsvisionen der Informationstechnik gestern und heute Prof. Dr. Friedemann Mattern, ETH Zürich (3. November, 9:45 Uhr) Vorhersagen über die Entwicklungen der Technologien liegen manchmal richtig, manchmal sehr falsch. Nicht selten sind wesentliche Neuerungen praktisch von niemandem prognostiziert worden. • Nanotechnologie und die Zukunft der Informationstechnologie Dr. Paul Seidler, IBM Research Rüschlikon (3. November, 10:15 Uhr) «Nanotechnologie» ist schon fast ein Modewort – ein Blick auf die Mythen, die um dieses Wort ranken, und die Realität in der Entwicklung von Elektronikbauteilen. • Der Übergang zur Informationsgesellschaft und nachhaltigen Entwicklung aus der Sicht der Europäischen Union Dr. Peter Johnston, Europäische Kommission (3. November, 11:00 Uhr) Gestaltung der Informationsgesellschaft, Ökoeffizienz, soziale Entwicklung, weltweite Kohärenz, Corporate Social Responsibility und mehr liegen in den Händen der Informations-, Kommunikations- und Telekommunikationsindustrien – die Strategie der EU. • Soziale Informatik – Menschen in der Netzwerkgesellschaft Prof. Dr. Gunilla Bradley, Royal Institute of Technology Stockholm (3. Nov., 11:30 Uhr) Fundamentaler sozialer Wandel – Fragen zu Arbeitsplatz, Arbeitskraft, Lebensqualität, Einflüsse, Stress und mehr zu den Menschen in der Informationsgesellschaft. • Ergebnisse des Forschungsprogramms «Nachhaltigkeit in der Informationsgesellschaft» Prof. Dr. Lorenz Hilty, Empa, Leiter des SIS-Programms (4. Nov., 8:30 Uhr) Ziel des Programms war es, die Auswirkungen des immer breiteren Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu untersuchen. Eine Übersicht und Zusammenfassung. • Nachhaltigkeit mit natürlicher Energie und Informations- und Kommunikationstechnologien Takashi Kiuchi, The Future 500 / E-Square Inc. Tokio (4. November, 9:00 Uhr) Während der letzten 10 Jahre verdreifachte sich die Anzahl der allgemeinen und Umwelt-Katastrophen. Während der letzten 30 Jahre verachtfachten und während der letzten 40 Jahre verzehnfachten sie sich. Der Mensch hat seinen Instinkt zu überleben verloren. • Die Informationsgesellschaft und die Dematerialisierung Dr. Jyrki Luukkanen, Finland Futures Research Center Turku (4. November, 9:30 Uhr) Verantwortungsvolles Verhalten, Agieren als Mitglied der Weltgemeinschaft und der Einsatz der Technologien des Informationszeitalters für die nachhaltige Entwicklung müssen zentrale europäische Werte werden. • «Faktor X» als Massstab für einen nachhaltigen Lebenswandel Taeko Aoe, Panasonic/Matsushita Tokio (4. November, 11:30 Uhr) Faktor X – Reduktion des Materialaufwandes für ökonomische Prozesse – als Indikator in der Industrie; Ökoeffizienz in der Umsetzung. • Von der Forschung zur Umsetzung – ein Aktionsplan für Europa zur CO2-Reduktion. Vortrag und Workshop Katalin Szomolányi, Magyar Telekom Ungarn & WWF; Dennis Pamlin, WWF Schweden (4. November, 12:00 & 13:30 Uhr) ICT ist ein besonders wichtiges Werkzeug zur Bekämpfung des Klimawandels in Europa. Strategie, Fokus und konkrete Beispiele mit Zahlen. • Projektion von ICT in die Zukunft: Eine Herausforderung für die Technologienfolgeabschätzung? Workshop organisiert von Dr. Martina Merz, Université de Lausanne & Empa, Mitwirkende: Dr. Michael Decker, ITAS Karlsruhe (3. November, 13:30 Uhr) • Allgegenwärtige Computer in der Debatte der Gesellschaft Workshop organisiert von Katrin Meier, Stiftung Risiko Dialog St. Gallen Mitwirkende: Vlad Coroama, ETH Zürich; Stephan Haller, SAP Research; Nicolas Maesani, Swisscom Innovations; Katrin Meier, Stiftung Risiko-Dialog; Beat Rudin, Stiftung für Datenschutz und Informationssicherheit (3. November, 13:30 Uhr) • Technologinefolgeabschätzung von ICT Produkten, Infrastruktur und Dienstleistungen Workshop organisiert von Yves Loerincik, EPFL Lausanne Mitwirkende: Jean-Marc Temerson, France Télécom;Rolf Frischkencht, ESU-Services (3. November, 13:30 Uhr) • Die Zukunft des Elektronikschrott-Recyclings Workshop organisiert von Rolf Widmer, Empa Mitwirkende: Mitglieder der UN-Initiative StEP (Solving the E-Waste Problem) (4. November, 13:30 Uhr) Details zu diesen und den weiteren Vorträgen und Workshops entnehmen Sie bitte dem Tagungsprogramm auf www.empa.ch/vis2005 . JournalistInnen können an den Vorträgen und Workshops frei teilnehmen und die Vortragenden im Anschluss direkt ansprechen. Detailinformationen zu den einzelnen Personen (inkl. Kontaktinformationen), Vorträgen und Workshops stehen zur Verfügung. Bitte weisen Sie Ihren Journalistenausweis vor, dann werden Sie gratis eingelassen. Wenn Sie eine umfassendere Berichterstattung, ein längeres Interview oder eine Vertiefung eines bestimmten Themas anstreben, stehen Ihnen folgende Personen gerne zur Verfügung: • Nicolas Böhmer, Kommunikation VIS-Konferenz, Tel. +41 71 274 78 44 nicolas.boehmer@empa.ch • Prof. Dr. Lorenz Hilty, Chairman der Konferenz, Leiter Abt. Technologie und Gesellschaft, Tel. +41 71 274 73 45, lorenz.hilty@empa.ch

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