Swiss Engineering STV

"humanTech" - ein Jubiläumswochenende im Zeichen von Mensch und Technik

Der Philosoph Peter Sloterdijk am humanTech-Kongress von Swiss Engineering STV. Weiterer Text über ots. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangaben"obs/STV".

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    Zürich (ots) - "Technik und die menschlichen Sinne" war das Thema des "humanTech"-Kongresses zum hundertjährigen Jubiläum des Ingenieurverbandes Swiss Engineering STV am Samstag 28. Mai im Zürcher Maag Areal. Die Technik des 19. und 20. Jahrhunderts konzentrierte sich auf die Beherrschung der Elemente, diejenige des 21. Jahrhunderts orientiert sich an den menschlichen Sinnen: Dies war die zentrale Aussage des Kongresses. Der bekannte Philosoph Peter Sloterdijk führte die über 400 technikinteressierten Kongressbesucher in das Thema "Technik und die sechs Sinne" ein, gefolgt von sechs Referaten zu den fünf menschlichen Sinnen und dem berühmten 6. Sinn.

    Peter Sloterdijk über Technik und die menschlichen Sinne

    Peter Sloterdijk sprach über die Philosophie der Technik, antitechnische Effekte und die Modernitätsschelte. Er skizzierte das "Wesen der Technik als Entlastung vom Leiden" und bezeichnete die Geschichte der Technik als Geschichte "von der Entfernung vom Tasten": Die Menschen seien in ihrer Entwicklung "handwerklich dümmer" und teleoperativer geworden: Heute sei Technik teleoperativ und nicht mehr haptisch. Auch die folgenden sechs Referenten äusserten sich aus ihrem Fachbereich zur These des Verbandes, dass Mensch und Technik in Zukunft über die Sinne miteinander agieren werden und Technik "sinnhaft und sinnvoll" werden müsse. Erfolgreiche Wissenschafter und Ingenieure werden in Zukunft Produkte auf der Basis der menschlichen Sinne entwickeln, so der übereinstimmende Tenor der Ingenieure und Wissenschafter. In einer immateriellen Welt wird es für Ingenieure und Architekten entscheidend sein, dass ihre Werke über Sinne verfügen und nicht nur Maschinen sind, die das "Sinnlose" unserer Tätigkeiten vollbringen.  Auch für den täglichen Umgang mit Technik ist es wichtig, dass unsere Sinne angesprochen werden.

    An der "Nacht der Technik" Innovationen spielerisch erleben

    Am Vorabend des "humanTech"-Kongresses haben über 1'200 technisch interessierte Besucher an der "Nacht der Technik" des Ingenieurverbandes Swiss Engineering STV Technik spielerisch erlebt. In den alten Fabrikhallen des ehemaligen Maag Areals in Zü-rich konnten die Besucherinnen und Besucher bei Roboterwettkämpfen mitfiebern, bei echten Sauber Formel 1-Boliden einen Reifenwechsel durchführen, die neusten Sony Playstation-Konsolen ausprobieren und die faszinierendsten Technologien und Innovationen Schweizer Forscher und Ingenieure bestaunen.

    Neben viel Spektakel konnten die Ingenieure und technikinteressierten Laien auch ent-spannen: Schweizer Schriftsteller lasen technische Science Fiction - Geschichten aus dem Jubiläumsbuch des Verbandes und mit alten und neuen Industriefilmen tauchte der Besucher in die Welt der Technikgeschichte. Ein Internetcafé und verschiedene Lounges luden zudem zum gemütlichen Verweilen und Diskutieren ein. Forscher der Industrie-partner des Verbandes präsentierten neuste Entwicklungen und ein virtuelles 3D-Labor zeigte Simulationen für Architektur, Ergonomiestudien und Produktentwicklung. Zur Auflockerung konnte man seine Kräfte mit einem Armdrück-Roboter messen oder sich am reichhaltigen Buffet stärken. Nach Aussagen der Verantwortlichen war die "Nacht der Technik" als Teil der 100 Jahr-Feierlichkeiten des Berufsverbandes Swiss Engineering STV unter dem Motto "humanTech" ein voller Erfolg.

    Verleihung des "humanTech"-Innovationspreises

    Swiss Engineering STV vergab im Rahmen seines diesjährigen Hundertjahr-Jubiläums zusammen mit IBM Schweiz erstmals den "humanTech Innovationspreis" für eine her-ausragende technische "state of the art"-Innovation, die vor der Markteinführung steht. Dieser Innovationspreis richtete sich gezielt an Innovatoren, die etwas Konkretes und Umsetzbares entwickelt hatten. Der Innovationspreis wurde im April öffentlich ausgeschrieben, worauf 25 Innovationen eingereicht worden sind. Eine Jury nominierte darauf die besten fünf Innovationen, welche sich an der Nacht der Technik präsentierten. Die 1'200 Besucherinnen und Besucher wählten an online-Votingsäulen ihre Favoriten und bestimmten so die Sieger.

    Als Abschluss des humanTech-Kongresses wurden am Samstag, 28. Mai die drei bestplazierten Innovationen prämiert: Der erste Preis ging an Professor Robert Riener und Tobias Nef von der ETH Zürich (Institut für Automatik) und dem Zürcher Universi-tätspital Balgrist (Paraplegikerzentrum) für die Entwicklung des Armtechnologieroboters "ARMin", der die Rehabilitation und die funktionelle Bewegungstherapie unterstützt.

    Weitere Informationen unter www.human-tech.ch

    Swiss Engineering STV (ehemals "Schweizerischer Technischer Verband STV") ist mit 15'000 Mitglieder der grösste Berufsverband diplomierter Ingenieure und Architekten in der Schweiz. Er vertritt auf politischer Ebene die Interessen der technischen Berufe und bietet seinen Mitgliedern ein starkes Netzwerk und eine Vielzahl exklusiver Dienstleistungen. Weitere Informationen: www.swissengineering.ch

ots Originaltext: Swiss Engineering STV
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