FRAGILE Suisse

FRAGILE Suisse: Hilfe für Komapatienten und Angehörige

    Zürich (ots) - In diesen Tagen beschäftigen sich verschiedene Medien mit dem Thema "Koma-Patienten". Die im Schweizer Fernsehen und der Coop-Zeitung geschilderten Fälle erschüttern uns alle. Auch wer aus dem Koma erwacht, braucht weiterhin Hilfe und Unterstützung. Die Organisation FRAGILE Suisse ist für die Betroffenen und Angehörigen da. Jedes Jahr erleiden in der Schweiz 3'000 - 5'000 Personen eine Hirnverletzung durch Unfall, von ihnen sind 60 - 70% Opfer des Strassenverkehrs. Weitere Unfallursachen sind Sportunfälle, Stürze oder Arbeitsunfälle. Über 50% der Unfallopfer sind unter 30 Jahre alt. Zwischen 12'000 und 14'000 Personen sind jedes Jahr von einem Schlaganfall betroffen. Er ist die häufigste Ursache einer im Erwachsenenalter erworbenen Behinderung.

    Hirnverletzte Menschen werden von einem Moment auf den andern aus ihren gewohnten Bahnen geworfen und sind gezwungen, ihr Leben mit den vielfältigsten Behinderungen wieder neu zu gestalten. Die Hirnverletzung konfrontiert sie plötzlich mit Langsamkeit. Bei manchen ist diese rein körperlicher Art, beispielsweise wenn jemand eine Halbseitenlähmung erlitten hat. Langsamkeit kann aber auch durch verschiedene andere Probleme, wie beispielsweise Sprach- und Sprechprobleme oder veränderte Denkprozesse bedingt sein.

    Verheerende Folgen haben die unsichtbaren Behinderungen. Wahrnehmungsverschiebungen aller Art, neuropsychologische Funktionsstörungen, wie zum Beispiel Einschränkungen des Antriebs, erhöhte Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwächen des Gedächtnisses oder Störungen des räumlichen Vorstellungsvermögens und der Planungsfähigkeit können die Auffälligkeiten in der Wahrnehmung eines Betroffenen zusätzlich verstärken. Häufig ist die ganze Persönlichkeit verändert. Die Lebensqualität kann aber beispielsweise auch durch das Sehen von Doppelbildern, durch ein sehr empfindliches Gehör oder den Verlust des Geruchsinns stark beeinträchtigt sein. Störungen der Körper- und/oder der Raumwahrnehmung kommen in manchen Fällen dazu. Da die unsichtbaren Folgen von Hirnverletzungen nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in Fachkreisen oft ungenügend bekannt sind, werden die Betroffenen immer wieder als Simulanten abgetan und nicht ernst genommen. Nicht selten führt diese Unkenntnis zu zunehmender Vereinsamung von hirnverletzten Menschen und ihren Angehörigen.

    FRAGILE Suisse, die Vereinigung für hirnverletzte Menschen und ihre Angehörigen hilft und unterstützt solche Menschen z.B. mit Beratung, spezifischen Kursprogrammen nach der Rehabilitation und einem dichten Netz von Selbsthilfegruppen in allen Landesteilen.

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8006 Zürich
Tel.         +41/1/360'30'60
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