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Nutzfahrzeugmarkt überholt Konjunkturprognosen

Bern (ots) - Der Nutzfahrzeugmarkt der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein läuft auf Hochtouren. Nach neun Monaten liegen alle drei Segmente - leichte und schwere Sachentransportfahrzeuge sowie Personentransportfahrzeuge - im Plus, teilweise deutlich. Dies obwohl das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO im September seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr von 1,4 auf 0,9 Prozent Wachstum gesenkt hat.

Der Markt für leichte Nutzfahrzeuge ist traditionell ein guter Gradmesser für die aktuelle Befindlichkeit der Schweizer Wirtschaft, da diese sowohl von grossen Unternehmen als auch von KMU gekauft werden. Dementsprechend ist der Zuwachs in diesem Segment im Vergleich zu 2016 von 2,6 Prozent auf 23'390 Neuimmatrikulationen nach neun Monaten ein gutes Zeichen. Auffällig dabei ist, dass der Gewichtsbereich zwischen 2,6 und 3,45 Tonnen Gesamtgewicht um satte 11,3 Prozent auf 10'756 Einheiten wächst. Lieferwagen ab 2,6 Tonnen Gesamtgewicht machen damit über drei Viertel des Marktes aus und sorgen dafür, dass die Jahresprognose der auto-schweiz-Mitglieder von 30'000 Einlösungen übertroffen werden könnte.

Auch Lastwagen sind stärker gefragt als vor Jahresfrist. Das deutliche Plus von 9,7 Prozent auf 3'516 schwere Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht nach neun Monaten bestätigt den bislang durchwegs positiven Jahrestrend. Am stärksten können hier die 18-Tonner auftrumpfen (+29,7 Prozent auf 1'401 Einheiten). Auch wenn der Lastwagen-Markt aufgrund seiner geringen Grösse und starker Schwankungen nur bedingt als Wirtschaftsindikator dient, sind die Vorzeichen dennoch als positiv zu werten.

Als Gradmesser für den privaten Konsum können sicherlich die Wohnmobile herangezogen werden. Hier wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres 3'473 Neuimmatrikulationen gezählt, 10,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Wohnmobile sind das Zugpferd des Segments der Personentransportfahrzeuge, welches nach neun Monaten um 7,6 Prozent auf 4'178 Einheiten wächst. Neben den Campern gehören dazu Kleinbusse, Cars, Busse und übrige Fahrzeuge.

Trotz der leichten konjunkturellen Eintrübung, welche das SECO für das laufende Jahr befürchtet, läuft der Nutzfahrzeugmarkt in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein bislang sehr erfreulich. Für das kommende Jahr hat die Expertengruppe des Bundes ihre Wachstumsprognose gerade auf 2,0 Prozent erhöht, die Ausrüstungsinvestitionen sollen wie in diesem Jahr um 2,3 Prozent höher liegen. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf das Nutzfahrzeug-Geschäft 2018 haben wird.

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen unter www.auto.swiss zur Verfügung.

Weitere Auskünfte:


Andreas Burgener, Direktor
T 079 474 21 04
a.burgener@auto-schweiz.ch



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