VA Technologie AG

euro adhoc: VA Technologie AG
Sonstiges
Äußerung des VA TECH-Vorstandes zum Übernahmeangebot der Siemens AG Österreich

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• Neutrale Haltung des VA TECH-Vorstandes zum Übernahmeangebot • Angebotspreis nach Einschätzung des Vorstandes, von JPMorgan und von Ernst&Young aus wirtschaftlicher Sicht nicht angemessen • Verbesserte Ergebnisprognose für 2005 • Außerordentliche Hauptversammlung am 17.Jänner 2005

Der Vorstand der VA Technologie AG (VA TECH) nimmt zu dem von Siemens AG Österreich am 10. Dezember 2004 veröffentlichten Übernahmeangebot eine neutrale Stellung ein. In seiner gemäß Übernahmegesetz abgegebenen Äußerung spricht der VA TECH Vorstand keine Empfehlung aus, sondern führt dazu folgende wesentliche Argumente für oder gegen die Annahme des Übernahmeangebotes an:

• Argumente für die Annahme: • Der Angebotspreis liegt  über dem Durchschnittskurs der VA TECH-Aktie während der letzten sechs Monate vor Veröffentlichung der Angebotsabsicht durch Siemens. • Bei Erfolg des Übernahmeangebotes kann die VA TECH-Aktie für die Aktionäre, die das Übernahmeangebot nicht angenommen haben, an Liquidität und Wert verlieren. • Die Integration der VA TECH-Geschäfte in einen finanzstarken, weltweit tätigen Konzern wie Siemens kann zusätzliche Chancen bieten.

• Argumente gegen die Annahme: • Die VA TECH steht mit Siemens in drei der vier Unternehmensbereiche (Energieerzeugung, Energieübertragung und -verteilung, Infrastruktur) in direkter Konkurrenz mit überlappenden Absatzmärkten und Standorten insbesondere in Europa. Dies entspricht rund drei Viertel des VA TECH-Umsatzes. Daraus kann möglicherweise ein beträchtlicher Personalabbau resultieren. • Bei Annahme des Übernahmeangebots sind die angebotenen Aktien bis zur kartellrechtlichen Freigabe in einem Sperrdepot zu verwahren. Der Aktionär kann über die Aktien während einer unter Umständen mehrere Monate dauernden Zeitspanne nicht verfügen und trägt im Fall des Scheiterns des Übernahmeangebotes das wirtschaftliche Risiko, dass er auf allfällige Kursrückgänge, die ihre Ursache auch in unternehmensexternen Faktoren, wie zum Beispiel in Marktänderungen oder politischen Entwicklungen haben können, aufgrund der Sperre der Aktien nicht reagieren kann. Der Aktionär kann in dieser Zeitspanne jedoch die mit den deponierten Aktien verbundenen Stimmrechte ausüben. • Der Angebotspreis ist nach Einschätzung des Vorstandes und des Beraters JPMorgan aus wirtschaftlicher Sicht nicht angemessen.

Unter Berücksichtigung der von JPMorgan vorgenommenen Bewertungsanalysen und der von JPMorgan abgegebenen Fairness Opinion kommt der Vorstand der VA TECH zu dem Ergebnis, dass der Angebotspreis von 55 Euro pro Aktie aus wirtschaftlicher Sicht nicht angemessen ist. Diese Einschätzung des Vorstandes erachtet Ernst&Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH als unabhängiger Sachverständiger im Rahmen ihrer Beurteilung gemäß § 14 Übernahmegesetz für zutreffend und hält den Angebotspreis ebenfalls aus wirtschaftlicher Sicht für nicht angemessen. Der von Siemens angebotene Übernahmepreis von 55 Euro je VA TECH-Aktie wurde auf Basis der veröffentlichten Analystenreports ermittelt. Die Erwartung für den Jahresüberschuss 2005 liegt in diesen Analystenreports bei durchschnittlich rund 54 Millionen Euro. Auf Basis vorsichtiger Annahmen geht der VA TECH Vorstand derzeit von einem um rund 22 Prozent höheren Jahresüberschuss in 2005 aus (66 Millionen Euro). Die VA TECH hat eine solide Basis geschaffen hat, um die für den Business Plan Zeitraum erwartete Ergebnisverbesserung zu erreichen bzw. diese Annahmen sogar zu übertreffen. Wesentliche Eckpfeiler dafür sind  die konsequente Umsetzung und der erfolgreiche Abschluss des Restrukturierungsprogramms in 2004 mit dem Ergebnis einer signifikant reduzierten Fixkostenbasis und dem Verkauf bzw. der Schließung von nicht profitablen Einheiten sowie der gute Auftragseingang in 2004 (4.130 Millionen Euro per Ende November, eine Steigerung von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, bereinigt um in 2004 abgegebene Geschäfte um 12%) mit dem Effekt, dass bereits jetzt rund 70 Prozent der für 2005 geplanten Umsätze durch den Auftragsstand abgesichert sind.

Ende der Mitteilung                                euro adhoc 17.12.2004 07:27:03
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Rückfragehinweis: Bettina Pepek Press Officer

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