Espace Media Groupe

Bilanz-Pressekonferenz: Espace Media Groupe trotzt der Flaute

    Bern (ots) - In sehr schwierigem wirtschaftlichem Umfeld gelang es der Espace Media Groupe, ihre Marktstellung weiter zu verbessern. Die Kosten und Strukturen wurden der rückläufigen Umsatzentwicklung angepasst, ohne dass man sich von bisherigen Aktivitäten, Projekten und Zielen abwenden musste.

    Die Krise im schweizerischen Werbemarkt zeigt sich auch bei der Espace Media im 10-prozentigen Rückgang des konsolidierten Gesamtertrages auf 233 Mio. CHF (Vorjahr 260 Mio. CHF). Er verteilt sich unterschiedlich über die verschiedenen Geschäftsbereiche. Mit einem Minus von 17% hat branchengemäss vor allem das Anzeigengeschäft stark gelitten. Stabilisierend wirkten sich die Abonnementseinnahmen und die Erlöse aus dem Direktverkauf aus (-1%). Ebenfalls weniger rückläufig verhielten sich die Druckereierträge (-7%). Die ausschliesslich vom Werbemarkt abhängigen Radio- und TV-Erträge gingen um 11% zurück.

    Die im Geschäftsjahr 2002 abgeschlossenen Integrationsprozesse der Übernahmen aus den Vorjahren (u. a. "Thuner Tagblatt", "Automobil Revue") wirkten sich vorteilhaft aus auf die Produktivität. Praktisch im Gleichschritt mit der negativen Ertragsentwicklung konnten die Kosten um 10% reduziert werden. Das ermöglichte der Gruppe, die Ebit-Marge von 11% und die Cashflow-Marge von 16% auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Das Unternehmensergebnis nach Steuern liegt mit 26,7 Mio. CHF leicht vor dem Vorjahr (25,2 Mio. CHF). Der konsolidierte Konzerngewinn erhöhte sich auf 22,6 Mio. CHF (Vorjahr 18,2 Mio. CHF). Ein Ergebnis, das vor dem Hintergrund der schlechten Branchenverfassung vom CEO Albert P. Stäheli als ein "recht erfreuliches Resultat" kommentiert wird.

    Solide präsentiert sich auch die Entwicklung des Eigenkapitals auf 146 Mio. CHF (Vorjahr 125 Mio. CHF) und damit auf eine Quote von 54% (Vorjahr 46%). Die Anzahl Vollzeitstellen reduzierte sich von 1'070 auf 965.

    Die von der Espace Media herausgegebene "Berner Zeitung BZ" ist mit der Entwicklung ihrer Neulancierung in Solothurn zufrieden. Das "Solothurner Tagblatt" konnte für das Jahr 2002 mit einer Durchschnittsauflage von 2'350 Exemplaren beglaubigt werden. Bis Ende Jahr rechnet der Verlag mit einem weiteren Anstieg auf über 4'000 Exemplare. Als einzige unter den Regionalzeitungen der Schweiz, die zum Teil massive Einbussen in Kauf nehmen mussten, konnte die BZ eine geringe Auflagesteigerung von 0,5% auf 163'000 Exemplare beglaubigen lassen.

    Beim Regionalfernsehen "TeleBärn" ist man mit den um 12% gestiegenen Zuschauerzahlen sehr zufrieden (Tagesreichweite: 252'000 Personen). Die gute Akzeptanz bei den Zuschauern steht aber im Kontrast zum Betriebsverlust von 1 Mio. CHF. Solange die erhofften Neuerungen im Radio- und Fernsehgesetz "RTVG" nicht eingeführt sind, rechnen die Verantwortlichen weiterhin mit einem jährlichen Defizit von rund 1 Mio. CHF.  An den gewünschten redaktionellen Ausbau ist bei den heutigen Rahmenbedingungen nicht zu denken.

    Dieses Frühjahr hat sich die Espace Media Groupe mit ihrer Tochtergesellschaft Berner Zeitung AG mit 17,5% an 20 Minuten Schweiz AG beteiligt. Die Genehmigung durch die WEKO steht zurzeit noch aus. Die Espace Media will mit ihrem Engagement bei "20 Minuten" einen angemessenen Erlösanteil am nationalen Werbeaufkommen in ihrer Region behalten. Aus demselben Grund hält die Berner Zeitung AG bekanntlich seit Jahren eine Beteiligung von 15% an der "SonntagsZeitung".

    Mit der "NZZ" wird zurzeit über ein Kooperationsmodell von "Berner Zeitung BZ" und "Der Bund" verhandelt. Ziel der Verhandlungen sei es, eine für Bern verträgliche Lösung zu finden, bei der die Verluste beim "Bund" nachhaltig eliminiert würden.

    Die Vorbereitungen für das neue Druckzentrum der Espace Media laufen plangemäss. Die Finanzierung ist geregelt, die Baubewilligung erteilt. Die Eröffnung ist auf Mitte 2005 vorgesehen.

    Die Espace Media rechnet auch im laufenden Jahr mit stark rückläufigen Werbeausgaben in der Schweiz und dementsprechenden Umsatzrückgängen. Aus diesem Grund sind bereits im März dieses Jahres zusätzliche Sparprogramme ausgelöst worden. Für eine baldige Erholung des Werbemarktes gibt es nach Ansicht von Albert P. Stäheli keinerlei Anzeichen: "Die Branche muss sich auf eine länger anhaltende Durststrecke einrichten!"

    Der Geschäftsbericht 2002 der Espace Media Groupe ist abrufbar unter: www.espacemedia.ch

    Espace Media Groupe in Zahlen

    In Mio. CHF                      2002            2001            + / -

    Betriebsertrag                 233.1          259.9        - 10.3%
    Betriebsergebnis Ebit        24.7            28.7        - 13.9%
    Cash-Flow in %                  15.9%          14.6%      +  8.9%
    Unternehmensergebnis         26.7            25.2        +  6.0%
    Konzerngewinn                    22.6            18.2        + 24.2%

    Eigenkapital                    146.1          125.3
    EK in % der Bilanzsumme    54.4%          46.3%

ots Originaltext: Espace Media Groupe
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Albert P. Stäheli
Vorsitzender der Konzernleitung
Espace Media Groupe
Dammweg 9
3001 Bern
Tel.      +41/31/330'32'28
E-Mail: sekretariat-kl@espacemedia.ch



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