Dräger Safety Schweiz AG

Für den Ernstfall gut gerüstet: SBB erhalten neuen Lösch- und Rettungszug

    Dietlikon (ots) - Im Rahmen eines kurzen feierlichen Aktes in Olten übernehmen heute die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) einen neuen, hochmodernen Lösch- und Rettungszug (LRZ). Der LRZ der SBB wurde in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der BLS Lötschbergbahn AG sowie mit Vertretern der Industrie entwickelt und im Rahmen des Gesamtsicherheitskonzeptes für den noch im Bau befindlichen AlpTransit-Tunnel am Lötschberg beschafft.

    Die einzelnen Komponenten des LRZ wurden von einem Firmenkonsortium, bestehend aus der Windhoff Bahn- und Anlagentechnik GmbH (Basisfahrzeug), der Josef Meyer Waggon AG (Tanklöschfahrzeug) und der Dräger Safety Schweiz AG (Rettungs- und Gerätefahrzeug), gefertigt.

    Dräger Safety verfügt im Bereich "Lösch- und Rettungszüge" über jahrzehntelange Erfahrung, welche bis ins Jahr 1913 zurückgeht. Der erste Tunnel-Rettungszug der SBB wurde bereits 1964 in Betrieb genommen. Seither konnten mehrere Dutzend Systeme an Bahnunternehmen, vorwiegend in Deutschland und in der Schweiz, ausgeliefert werden. Ende 2004 gesellt sich nun auch die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) dazu; sie hat bei Dräger Safety fünf Lösch- und Rettungszüge bestellt.

    Neues Einsatzkonzept

    Der LRZ der SBB besteht aus einer zweiteiligen Löscheinheit (Gerätefahrzeug plus Tanklöschwagen) sowie aus einem Rettungsfahrzeug. Um den hohen Anforderungen an Rettung, Evakuation und Löschintervention genügen zu können, sind die einzelnen Fahrzeuge - mit Ausnahme des Tanklöschwagens - neu als selbstfahrende Einheiten konzipiert (System: CargoSprinter). Zudem stehen die Führerkabinen des LRZ unter Überdruck, so dass kein Rauch eindringen kann und das Tragen von Atemschutzgeräten innerhalb der Fahrzeuge nicht notwendig ist.

    Das Rettungsfahrzeug besteht zur Hauptsache aus einem gasdichten Rettungscontainer mit Luftschleiergerät und Schleuse, womit bis zu 60 Fahrgäste (stehend) evakuiert werden können. Für den Transport von Verletzten auf Tragen stehen entsprechende Gestelle zur Verfügung. Dank seiner Selbstfahreigenschaften kann der Rettungswagen unabhängig von der Löscheinheit Verletzte retten oder Fahrgäste bergen. Verteilt auf alle drei Fahrzeuge verfügt der LRZ der SBB über 96 50-Liter Atemluftzylinder mit 300 bar Fülldruck, was einem Luftvorrat von ca. 1'400'000 Litern entspricht. Damit können 60 Personen unabhängig von den herrschenden Umgebungsbedingungen während rund sieben Stunden mit Atemluft versorgt werden.

    Das Gerätefahrzeug besteht nebst dem Führerstand aus einem aus zwei Normcontainern zusammengesetzten Aufbau. In ihm sind ein 50kVA-Notstromaggregat und ein Atemluftkompressor mit einer Füllleistung von 1'000 Litern/min ebenso untergebracht, wie das restliche Material der Betriebswehr.

    "Pioneering Solutions"

    Menschen vor lebensbedrohenden Gefahren zu warnen und zu schützen - diese Idee steht als identitätsstiftendes Element seit mehr als 115 Jahren über der bewegten Unternehmensgeschichte des global tätigen Dräger-Konzerns. Der neue Lösch- und Rettungszug der SBB steht dabei beispielhaft für die Strategie von Dräger, sich weltweit als führender und innovativer Anbieter von Personenschutzausrüstungen und Gasmesstechnik sowie im Bereich komplementärer Sicherheitsdienstleistungen zu positionieren. Dass dabei nicht zwingend die gesamte Wertschöpfungskette aus einer Hand angeboten werden muss, sondern in Zusammenarbeit mit kompetenten Konsortialpartnern auch kundenspezifisch entwickelt werden kann, belegt die unternehmerische und technische Flexibilität, die bei der Suche nach wegweisenden und wettbewerbsfähigen Lösungen zunehmend unverzichtbar wird.

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