SOS-Kinderdorf International

Nothilfe für afghanische Flüchtlinge in Pakistan geht weiter

    Innsbruck (ots) - Ein SOS-medizinisches Zentrum in Peschawar, eine medizinische Station im Flüchtlingslager Shamshatu, eine provisorische Schule und zwei Spielplätze werden bis 21. März 2002 eröffnet. An den Eröffnungen nehmen hochrangige Vertreter Pakistans und internationaler Organisationen sowie die Botschafterin von SOS-Kinderdorf International, Prinzessin Salimah Aga Khan, teil.

    Am 20. März 2002 wird ein SOS-medizinisches Zentrum in Peschawar vom Gouverneur der Nordwest-Provinz seiner Bestimmung übergeben. Die Nothilfeeinrichtung wird die medizinische Grundversorgung der afghanischen Flüchtlinge, vor allem der Kinder, gewährleisten. Ein Röntgengerät und ein Labor gehören zur Ausstattung, kleine Operationen sind vor Ort möglich. Bis zu 300 Patienten können täglich behandelt werden, 50 Betten stehen zur Verfügung. Da Unterernährung eines der Hauptprobleme bei Flüchtlingen ist, wird auch versucht, ein Ernährungsprogramm einzuführen.

    Am nächsten Tag folgt die Eröffnung einer medizinischen Station, die SOS-Kinderdorf direkt im Flüchtlingslager Shamshatu errichtet hat. Hier können täglich mindestens 30 Patienten, vor allem Kinder unter zwölf Jahren, betreut werden. Ernste Fälle werden ins SOS-medizinische Zentrum in Peschawar überwiesen.  Eine Impfaktion gegen die weitverbreitete Hepatitis B wird in Kürze gestartet.

    Ebenfalls in Shamshatu wird am 21. März 2002 eine provisorische Schule von Prinzessin Salimah Aga Khan eröffnet. Die Schule ist im Zwei-Schicht-Betrieb organisiert und kann bis zu 500 Kinder unterrichten. Ein Vormittagsunterricht mit 180 Kindern unter acht Jahren, die noch nie in die Schule gegangen sind, hat bereits begonnen. Der Nachmittagsunterricht wird binnen eines Monats starten und Mädchen zwischen neun und 16 Jahren aufnehmen, die bisher keinerlei Ausbildung erhalten haben.

    Weitere Initiativen von SOS-Kinderdorf zugunsten afghanischer Kinder sind Spielplätze in Flüchtlingslagern. Ziel ist es, den unterbeschäftigten Kindern wenigstens eine Freizeitgestaltung anzubieten. Hinzu kommt der pädagogische Ansatz, durch Spiel und Spass Kindern zu helfen, Traumata des Krieges sowie den Verlust ihrer Heimat zu überwinden. In Shamshatu ist ein Spielplatz bereits am 20. November 2001, dem internationalen Tag des Kindes, eröffnet worden.

    Prinzessin Salimah Aga Khan, die dieser Tage zwei weitere Spielplätze eröffnet, unterstützt seit Jahren die SOS-Kinderdorf-Idee und wurde im November 2000 anlässlich der Einweihung eines tibetischen SOS-Kinderdorfes und einer SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Gopalpur, Indien, zur Fürsprecherin von SOS-Kinderdorf ernannt.

ots Originaltext: SOS-Kinderdorf International
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