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BASEL 2002 feiert 30-jähriges Jubiläum als Leitveranstaltung der Uhren- und Schmuckbranche

Basel (ots) - Die BASEL Weltmesse für Uhren und Schmuck feierte ihr 30-jähriges Bestehen indem sie einmal mehr ihre Stellung als die internationale Leitveranstaltung der Luxusgüterbranche bestätigte. Die 2 195 Aussteller aus 40 Ländern verabschiedeten sich am 11. April nach acht hektischen, aber dennoch höchst erfolgreichen Tagen von ihren 82 500 Besuchern. Trotz der gedämpften Weltwirtschaft und einem schwierigen ersten Quartal konnten die meisten Aussteller während der BASEL 2002 eine Bestellungszunahme verzeichnen und gaben sich zuversichtlich hinsichtlich einer Verbesserung der Marktbedingungen in der zweiten Jahreshälfte 2002. René Kamm, Leiter Weltmessen, sprach im Namen der gesamten BASEL Show, als er darauf hinwies, dass alle Indikatoren für die kommenden Monate auf eine verbesserte Marktstimmung schliessen liessen. "Das neue, dieses Jahr eingeführte Konzept - insbesondere in den Prestige Hallen - hat ein ausgezeichnetes Geschäftsumfeld geschaffen", erläuterte René Kamm. "Ich bin überzeugt, dass wir durch unsere neue Segmentierung nach Sektoren unseren Aussteller bessere Möglichkeiten bieten, um ihre neusten Kreationen zu präsentieren. Wir haben eine Atmosphäre geschaffen, die die besten Voraussetzungen für den Handel schafft. Die Ergebnisse der BASEL 2002 belegen diese Überzeugung." "Die BASEL wurde auch zu einem Anziehungspunkt für die internationalen Medien. Dieses Jahr besuchten 1 966 Medienvertreter aus allen Kontinenten die Weltmesse - gegenüber 1 500 im letzten Jahr. Das zunehmende Interesse der Medien an unserer Plattform bietet auch unseren Ausstellern zusätzliche Aufmerksamkeit und Resonanz in der Presse." Globaler Markt Der fortgesetzte Trend in Richtung Konsolidierung bedeutete für die Uhren- und Schmuckbranche, dass im Jahr 2001 weniger Fusionen und Akquisitionen als je zuvor in den vergangenen zehn Jahren stattgefunden hatten. Diese Vorsicht im Markt widerspiegelt die gegenwärtigen wirtschaftlichen Bedingungen: Derzeit ziehen es die Unternehmen vor, ihren Marktanteil durch internes Wachstum und nicht mittels Akquisitionen zu vergrössern. Dies kommt auch in der Diversifikation der Uhrenbranche in die Schmuckbranche und umgekehrt zum Ausdruck, ein Trend, der vor allem im letzten Jahr deutlich wurde. Zur Schweizer Uhrenindustrie meinte Hugues-Olivier Borès, Präsident der Schweizer Aussteller an der BASEL, das Geschäftsumfeld im ersten Quartal 2002 sei zwar schwierig gewesen, die Aussichten für den Rest des Jahres seien aber positiver. "Man ist sich international einig darüber, dass sich nun die ersten Signale einer Erholung am Horizont abzeichnen, die sich im zweiten Halbjahr 2002 festigen werde", meinte er. Während die USA der grösste ausländische Kunde für Schweizer Uhrenprodukte bleiben, habe Hongkong gemäss Borès eine Hub-Funktion für ganz Asien inne und werde schnell aufholen können. Für die Uhren- und Schmuckhersteller auf der ganzen Welt wird der Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) eine bisher einmalige Chance und ganz deutlich eine Herausforderung für die kommenden Jahre darstellen. Die Nachfrage nach Luxusgütern erstklassiger Qualität, insbesondere nach europäischen Marken, kommt vor allem aus den Ballungsräumen Chinas mit 180 Millionen potenziellen Kunden. Zusammen mit der jährlichen Wachstumsrate dieses Sektors von 6,4 Prozent bedeutet dies, dass der Wert des Marktes für Uhren, Schmuck und der entsprechenden Fertigungseinrichtungen den Erwartungen zufolge von 13,3 Milliarden US-Dollar 1999 bis ins Jahr 2010 auf 23,4 Milliarden US-Dollar steigen dürfte. Branchenmeinung Hinsichtlich des Handelsumfeldes, insbesondere bei der oberste Preisklasse von Luxusuhren und -schmuck, gaben sich die Aussteller und der BASEL 2002 im Grossen und Ganzen optimistisch. Trotz des vor kurzem noch verbreiteten Pessimismus, so war man sich einig, gibt es nun positive Anzeichen einer Markterholung. Alle Indikatoren für 2002 lassen auf ein stärkeres zweites Halbjahr sowie besonders solide Handelsbedingungen im Jahr 2003 schliessen. Marco Mantovani, Präsident von Locman Italy, sagte, dass sich die Situation auf den Exportmärkten im Vorjahresvergleich markant verbessert hätte und dass es sogar in den USA Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung gäbe. Manfred Güntsch, Geschäftsleiter des BV Uhren und Schmuck, meinte, dass das Geschäft an der BASEL über den Erwartungen gelegen hätte und trotz der Binnenwirtschaft Deutschlands Anlass zu Optimismus gäbe. Andrea Visconti, Präsident und Inhaber von Giorgio Visconti, brachte die allgemein optimistische Stimmung unter den Schmuckausstellern zum Ausdruck: "Die BASEL 2002 war für uns ausserordentlich erfolgreich, vor allem in der obersten Preisklasse - alle Indikatoren weisen auf ein positives Jahresendergebnis hin." Vergrösserung der Ausstellungsfläche Dieses Jahr umfasste die Ausstellungsfläche 95 197 m2 (4 Prozent mehr gegenüber letztem Jahr). Mit der Nutzung der Infrastruktur im zweiten und dritten Stock sind die Kapazitäten nun endgültig ausgeschöpft. Obwohl die Nachfrage auch weiterhin das Angebot übersteigt, hat das Management der BASEL Show die Zahl der Aussteller von 2300 letztes Jahr auf 2195 dieses Jahr reduziert, worin sich das Bestreben widerspiegelt, die Qualität des Ausstellungserlebnisses weiterzuführen und zu verbessern. Durch die Reduktion der Anzahl Aussteller erhöhte sich die durchschnittliche Standfläche um signifikante 9 Prozent je Aussteller, womit allen eine weitaus komfortablere Ausstellungs-Umgebung geboten wurde. Unter den weiteren Verbesserungen wäre die umfassende Neu-Einrichtung und -Organisation der Prestige Hallen zu nennen, die nun einen idealen Raum für die ausgestellten Luxusschmuck-Marken darstellen. Trotz dieses grossen Änderungsprogramms bleiben die Platzverhältnisse auch weiterhin ein Thema an der BASEL Show. Die für das Jahr 2003 angekündigte Verlegung der Länder-Pavillons in neue und moderne Ausstellungsräumlichkeiten in Zürich war, wie Jacques Duchêne, Präsident des Aussteller-Beirats der BASEL, zugab, "eine der schwierigsten und umstrittensten Entscheidungen, die wir zu treffen hatten und ist direkt zurückzuführen auf den Druck auf dem Management, zusätzliche Ausstellungsfläche, eine erstklassige Infrastruktur sowie mehr Hotelunterkünfte zur Verfügung zu stellen". Die Vorteile aus zusätzlichen 16 000 m2 Ausstellungsfläche überwiegen die Nachteile aber bei weitem. Kauftrends Im Gegensatz zu den Erwartungen lag das Bestellvolumen in etwa auf dem Vorjahresniveau, wobei sich vor allem die oberste Preisklasse des Marktes immun gegenüber äusseren Einflüssen zeigte. In Zeiten der Ungewissheit wenden sich die Menschen eher den teureren Gütern mit einem höheren persönlichen und finanziellen Wert zu. Typisch dafür ist der Trend in Richtung höherem Goldgehalt und die zunehmende Beliebtheit farbiger Diamanten und pastellfarbener Edelsteinen. Es ergaben sich zudem interessante demographische Verschiebungen in den Kaufgewohnheiten der Kunden, unter anderem: - Zunahme von Käufen für den eigenen Gebrauch: Während Prestige-Gegenstände früher als Geschenke gekauft wurden, kann es heute genau so gut sein, dass Privatpersonen solche Objekte für sich selber kaufen; - Signifikant tieferes Durchschnittsalter der Käufer von Prestige-Gütern, worin sich zeigt, dass auch die jüngere Bevölkerungsschicht über grössere Vermögenswerte verfügt; - Ein zunehmender Anteil an Frauen unter den Käufern von Prestige-Uhren und & Schmuck. Das Panel Im Jahr 1985 war ein internationales Schiedsgericht - bestehend aus Branchenexperten und Rechtsberatern - ins Leben gerufen worden, um Verstösse gegen Schutzrechte im Rahmen der BASEL Show zu beurteilen. Dieses Schiedsgericht ist als "Panel" bekannt und berät auf Anfrage von sowohl Ausstellern als auch Nicht-Ausstellern, um im Falle von Verstössen gegen eingetragene Marken oder Patentrechte zu urteilen. Während der BASEL 2002 stellte das Panel in 23 Fällen einen Verstoss fest. Damit blieb die Anzahl Fälle in etwa auf dem Vorjahresniveau (21 Fälle) und dem Niveau von 2000 (20 Fälle). Obwohl die Problematik der Nachahmung die Branche auch weiterhin belastet, ist es der BASEL Show dank dieser einzigartigen Institution gelungen, die Zahl solcher Markenfälschungen auf einem konstant tiefen Niveau zu halten. BASEL Forum Das BASEL Forum "The Future of Design: Designing the Future." bot den Branchenführern, den Stil-Gurus und den Medien die Möglichkeit, Meinungen auszutauschen und einige der Themen und Herausforderungen der Branche zu diskutieren. Die drei Gastreferenten Tyler Brûlé, Creative Director der Wink Media und Begründer der Zeitschrift "Wallpaper*", Michael Hawley, Professor für Medien-Technologie am MIT in Boston und John Naisbitt, Autor des Buchs "Megatrends", präsentierten dem Publikum zahlreiche Denkanstösse zur Beziehung zwischen Technologie und Design. An erster Stelle standen dabei die Theorie von John Naisbitt von "High Tech - High Touch" oder "technology with soul" (beseelte Technologie) und die faszinierenden Überlegungen von Michael Hawley zum gesellschaftlichen und gesundheitlichen Nutzen einer Verschmelzung von Technologie und Luxusgüter. Welcome Party Die Welcome Party der BASEL Show im Kongresszentrum zog über 2000 Gäste an. In informellem Rahmen konnten sich die Besucher der Show an diesem Anlass bei erstklassiger Unterhaltung unter die Designer, Hersteller und Branchenführer mischen. Den Höhepunkt des Abends bildete das Konzert von Lisa Stansfield, die einige ihrer bekanntesten Songs vortrug, einschliesslich ihres neusten Hits "The Real Thing". Zudem kamen die Gäste auch in Genuss einer exotisch-bunten Akrobatik-Show sowie eines verblüffenden, im Saal inszenierten Feuerwerks. Aussichten Mit Blick auf das Jahr 2003 meinte René Kamm, dass das Management der BASEL Show auch weiterhin die bestmögliche Plattform für Aussteller und Käufer zur Verfügung stellen werde. Zum neuen Show-Konzept gehörten auch die Weiterentwicklung der Prestige Halls, um einige der noch wenigen an der BASEL 2002 fehlenden Top-Marken anzuziehen und die Schaffung einer neuen, modernen Ausstellung in Zürich, um die hohe Nachfrage der Aussteller nach mehr Platz und Infrastruktur zu befriedigen. Die BASEL 2003 findet vom 3. bis 10. April 2003 in Basel und Zürich (Hall of Universe) statt. ots Originaltext: BASEL 2002 / MCH Messe Basel AG Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Herbert Siegert, PR-Coordinator BASEL 2002 MCH Messe Basel AG Postfach CH-4021 Basel Tel. +41/58/206-22-64 Fax +41/58/206-21-90 E-Mail: press@baselshow.com Internet: www.baselshow.com UK office: Suzanna Hammond / Sharon Bryant Hammond PR 31 Welbeck Street London W1G 8ET Tel. +44/20/7935-5404 Fax +44/20/7935-5897 E-Mail: basel@hammondpr.co.uk Internet: www.baselshow.com [ 017 ]

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