Vorarlberg Tourismus

Vorarlberger Plattform Kultur & Tourismus mit anregenden Projekten - BILD

Vorarlberger Plattform Kultur & Tourismus mit anregenden Projekten - BILD
Feldkirch am 20.11.2015 Vbg- Vorarlberg Tourismus im Feldkhotel Montforthaus Feldkirch.

Kulturschaffende und Touristiker bemühen sich um Diversivität – eine wertschätzende Haltung, die beide verbindet.

Dornbirn (ots) - Zum fünften Mal trafen sich Touristiker und Kulturschaffende bei der vom Vorarlberger Kulturamtsleiter Winfried Nußbaummüller und Landestourismusdirektor Christian Schützinger initiierten Plattform Kultur & Tourismus. Nach dem Montafon und Lech-Zürs im April und im Juni machte man am vergangenen Freitag im Montforthaus in Feldkirch Station. Gastgeber Edgar Eller, Geschäftsführer des Feldkircher Stadtmarketings, empfing die Gäste im Feldhotel – ein Architekturprojekt der besonderen Art – und führte die Besucher damit gleich in medias res: „Ort und Kultur“, oder „Was verändert Kultur an einem Ort, kann sie ihm ein neues Gesicht geben oder etwa sein wahres Gesicht hervorkehren?“

Wenn beispielsweise das Vorarlberger VolksLiedWerk einmal im Jahr Lech am Arlberg in ein klingendes und singendes Stück Erde verwandelt, treten ganz bestimmte Facetten dieses Ortes hervor – vielleicht spürt der Besucher an diesem besonderen Tag die alten Walser Wurzeln von Lech und das archaische Leben in den Bergen. Wenn hingegen das klassische Musikfestival Lege Artis seinen Konzertreigen am selben Ort abhält, tritt die internationale, mondäne und auch elitäre Seite in Erscheinung. Beides gibt dem Ort eine gewisse Kraft oder auch einen Glanz und prägt seine Außenwirkung. Diese wiederum ist für jeden Touristiker, der am internationalen Reisemarkt tätig ist, entscheidend.

Doch wo ist die Grenze? Darf Kultur für Marketingzwecke herangezogen werden oder wäre das Missbrauch? Moderator Hans-Joachim Gögl brachte dieses sensible Thema zur Diskussion.

„Kultur muss einerseits unabhängig funktionieren, einfach um ihrer selbst willen. Andererseits kann Kultur Energie an einen Ort bringen und ihm so eine neue Bedeutung geben“, lautete beispielsweise die Antwort von Edgar Eller. Mit den „Potentialen“ thematisiert das Feldkircher Stadtmarketing genau diesen Ansatz.

Auch Verena Konrad, Geschäftsführerin des Vorarlberger Architekturinstituts, griff Gögls Frage auf. „Natur, Kultur, Wirtschaft, Tourismus – das sind keine Gegensätze, es geht immer ums Gemeinsame“, so Konrad. Für sie hat Baukultur stets mit Gesprächskultur zu tun. Anhand von internationalen Beispielen zum Thema „Gemeinschaftliches Wohnen“ zeigte sie den Zuhörern wie tief die Art und Weise des Bauens mit allen Aspekten des Lebens zusammenhängt. Nicht nur das touristische Bauen habe für sie deshalb immer auch mit Verantwortung zu tun.

Eine besonders befruchtende Partnerschaft zwischen Kultur und Tourismus stellte Michael Kasper, Geschäftsführer der Montafoner Museen, vor. In frühherbstlichen Spaziergängen durch die Kultur- und Erinnerungslandschaft Montafon füllen Historiker bekannte Orte des Tales mit dem Wissen um Herkunft und Entstehung quasi mit neuer Energie auf. Diese Geschichten seien in jüngster Zeit immer mehr gefragt, berichtet Kasper. Sie verleihen einem Ort seine ganz spezielle Eigenheit, er wird dadurch von ähnlichen Gegenden besser unterscheidbar und erhält eine eigene Bedeutung oder Diversivität.

Diversivität braucht nicht nur der Touristiker, der profilierte Angebote auf die Beine stellen möchte, Verschiedenheit wünscht auch der Gast, der nach Vorarlberg kommt! Die Eigenheiten jeder Region sichtbar und spürbar machen, das ist eine wertschätzende Haltung, die Touristiker und Kulturschaffende auf dieser Plattform verbindet.

Dazu hat etwa die Alpenregion Bludenz mit dem Architektenwettbewerb „wohl.raum – das besondere Gästezimmer“ einen interessanten Beitrag geleistet. Das typisch Walserische im Großwalsertal soll damit erlebbar gemacht werden.

„Berge hören“ und „Shakespeare am Berg“ sind innovative und engagierte Ansätze von Bludenz Kultur und Stadtmarketing Bludenz. Ulrike Dirnbauer präsentierte, wie die Berge rund um Bludenz als Schauplatz für Konzerte bzw. Theaterstücke genutzt werden.

Mit „Literatur im Schwärzler“ gelingt es Katharina Leissing, Geschäftsführerin der IG Kultur Vorarlberg, dem Bregenzer Hotel zur neuen Positionierung zu verhelfen. Hoteldirektorin Susanne Denk freut sich über neue Möglichkeiten, ihre Zielgruppe zu erreichen.

Sie interessieren sich für die Plattform Kultur & Tourismus und möchten bei der nächsten Veranstaltung gerne eingeladen werden? Melden sie sich bitte unter [info@vorarlberg.travel] (mailto:info@vorarlberg.travel)

Bild: Kulturschaffende und Touristiker präsentierten am Freitag im Pecha-Kucha-Format. Von links nach rechts, hintere Reihe: Winfried Nußbaummüller, Hans-Joachim Gögl, Christian Schützinger, Michael Kasper, Edgar Eller. Vordere Reihe: Andrea Ruckendorfer, Katharina Leissing, Anita Frühwirth, Asya Sorshneva, Verena Konrad und Ulrike Dirnbauer. (Foto: Dietmar Mathis)

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RĂĽckfragehinweis:
   Christina Meusburger
   Vorarlberg Tourismus 

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