SimCorp GmbH

Ein Viertel der Investment-Manager arbeitet mit veralteter Informationstechnologie - Unternehmen und Investoren drohen geringere Erträge

Bad Homburg (ots) - SimCorp StrategyLab Studie schlussfolgert aus Interviews mit weltweit über 500 Investment-Managern und aus mehr als 100 Forschungsarbeiten

Das SimCorp StrategyLab, eine private, von SimCorp gesponserte Forschungseinrichtung, hat heute eine neue Studie mit dem Titel "Legacy Systems: The inconvenient truth and the cost of doing nothing" veröffentlicht. Basierend auf Interviews mit mehr als 500 Buy-Side-Institutionen auf der ganzen Welt und Forschungsarbeiten aus mehr als 100 Branchenquellen, unterstreicht das Papier die beträchtlichen Konsequenzen, die mit der Nutzung veralteter Informationstechnologie (IT) - sogenannten 'Legacy-Systemen' - einhergehen.

Die Studie stellt fest, dass ein Viertel der Buy-Side-Unternehmen weltweit mit fehleranfälliger, veralteter IT arbeitet. Angesichts der Tatsache, dass die Top 2.000 Investment-Manager zusammen Assets von über 80 Billionen US-Dollar verwalten - mehr als das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Jahres 2012 - sind etliche Billionen Dollar den Risiken und Ineffizienzen einer veralteten IT ausgeliefert.

Laut Ingo Walter, Präsident des SimCorp StrategyLab und Professor an der Stern School of Business der Universität New York "war die Finanzkrise 2008 zum großen Teil auf intransparente Finanzprodukte, toxische Hypothekengeschäfte und dem Versagen der unternehmenseigenen Kontrollsysteme zurückzuführen. Demgegenüber wurde von den Führungskräften die Rolle der IT in der Bestandsführung unterschätzt. Mit der Folge, dass Ihnen selbst die grundlegendsten Informationen über den Zustand ihres Unternehmens fehlten, um geeignete Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Auch wurde versäumt, Untersuchungen darüber anzustellen, warum einige Unternehmen eher in der Lage waren, ihr Kontrahentenrisiko zu erfassen und die aus dem Zusammenbruch von Lehman Brothers und Bear Sterns resultierenden Verluste zu begrenzen."

Unter den Forschungsarbeiten, auf die in der 40-seitigen Studie Bezug genommen wird, befindet sich der MF Global Trustee's Report von Louis J. Freeh, dem ehemaligen Direktor des US-Federal Bureau of Investigation. Der Freeh-Report verweist auf systembedingte Mängel, die bei MF Global "zu der Unfähigkeit führten, Finanzinformationen in Echtzeit zu verfolgen und zu prognostizieren, weshalb die Geschäftsführung zu spät und zu langsam auf den wachsenden Liquiditätsdruck reagierte, der auf dem Unternehmen aufgrund von Finanzierungsgeschäften mit sogenannten 'Euro RTMs' (Repurchase to Maturity) lastete."

Ein in der Studie zitierter Report des US-amerikanischen Analystenhauses CEB TowerGroup führt aus: "Die Ablösung veralteter IT-Systeme wird für Finanzdienstleister bald eine grundlegende Voraussetzung sein, um die Marktführerschaft zu behalten oder wieder zu erlangen." (Quelle: "Sourcing, Resourcing, or Outsourcing: Globalizing Operations in Financial Services by 2015", CEB TowerGroup, Juli 2011.)

Die SimCorp StrategyLab Studie definiert solche IT-Systeme als veraltet, die

   - Schwierigkeiten bei der Bereitstellung eines in Echtzeit 
     konsolidierten Überblicks über Positionen und Bestände haben 
   - oftmals auf veralteten, schlecht dokumentierten oder wenig 
     verbreiteten Technologien beruhen 
   - nur unregelmäßig aktualisiert werden und 
   - Schwierigkeiten bei der Automatisierung oder der Anpassung an 
     Geschäftsprozesse haben. 

Bei der Erstellung der SimCorp StrategyLab Studie wurden über 100 Forschungsarbeiten berücksichtigt. Zu den Quellen gehören: Ovum, Aite Group, CEB TowerGroup, Celent, Ernst & Young, Deloitte Consulting und Harvard Business Review.

Die vollständige Studie "Legacy Systems: The inconvenient truth and the cost of doing nothing" (in englischer Sprache) kann unter www.simcorp.com/legacyreport heruntergeladen werden.

Über SimCorp StrategyLab:

Das SimCorp StrategyLab ist ein privates und unabhängiges Forschungsinstitut, gegründet und finanziert von SimCorp. Die Institution konzentriert sich darauf, Wege für die weltweite Investment Management-Industrie aufzuzeigen, Risiken zu mindern, Kosten zu reduzieren und Wachstum zu ermöglichen. Das SimCorp StrategyLab wird geleitet von Ingo Walter, Seymour Milstein Professor of Finance, Corporate Governance and Ethics an der Stern School of Business (New York University).

Weitere Informationen unter www.simcorpstrategylab.com.

Firmenprofil SimCorp:

Seit 1971 bietet SimCorp Investment- und Portfolio-Management-Software sowie Services für die weltweit führenden Asset-Manager, Fondsverwalter, Pensionskassen, Versicherungen und Vermögensverwalter an. Die leistungsfähige Software ermöglicht es Finanzunternehmen weltweit, Risiken zu mindern, Kosten zu senken und Wachstumschancen zu nutzen. SimCorp ist weltweit tätig und in Europa, Nordamerika und dem Asien-Pazifik-Raum mit Niederlassungen vertreten. Notiert an der NASDAQ OMX in Kopenhagen, fühlt sich SimCorp der Investment-Management-Industrie weltweit, ihren Kunden und ihren Investoren verpflichtet.

Mit 170 Mitarbeitern in Bad Homburg, Wien und Zürich betreut SimCorp Central Europe die Märkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem deutschsprachigen Luxemburg. Das Unternehmen ist Informationsmitglied bei den Verbänden BVI, VÖIG, SFA (SFAMA) und ALFI.

Für weitere Informationen über die SimCorp Lösungen besuchen Sie bitte www.simcorp.com/product.

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