Wacker Chemie AG

WACKER STEIGERT IM 2. QUARTAL 2006 DEN ERTRAG ERNEUT DEUTLICH

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Im 2. Quartal 2006 hat die Wacker Chemie AG gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres ihren Ertrag erneut deutlich stärker als den Umsatz gesteigert. Der Münchner Chemiekonzern erwirtschaftete ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 195,7 (i. Vj. 182,7) Mio. EUR. Die EBITDA-Marge für das 2. Quartal beträgt 24 Prozent. Bereinigt um Sondereffekte, die im 2. Quartal 2005 das EBITDA mit 44,8 Mio. EUR positiv beeinflusst hatten, beträgt die Ergebnissteigerung 42 Prozent. Hierzu trug insbesondere das Halbleitergeschäft bei. Das EBITDA der Siltronic hat sich gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres um rund 40 Mio. EUR verbessert. Auch WACKER SILICONES und WACKER POLYSILICON konnten ihre Ertragskraft im Vergleich zum Vorjahresquartal weiter ausbauen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steu-ern (EBIT) des 2. Quartals stieg im Konzern auf 111,8 (i. Vj. 87,0) Mio. EUR, das Konzernergebnis wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um 35,6 Mio. EUR auf 66,5 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie beträgt somit 1,35 EUR (i. Vj. 0,59 EUR). Unterstützt von einer anhaltend positiven Entwicklung der Chemie- und Halbleiterbranche sowie deutlichen Mengensteigerungen wuchs der Konzernumsatz im 2. Quartal 2006 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 830,4 (i. Vj. 701,5) Mio. EUR. Dies ist ein Plus von 18 Prozent. Alle Geschäftsbereiche lagen im Umsatz über den entsprechenden Vorjahreswerten. Aufgrund eines erwarteten stärkeren Absatzes von Siliciumwafern für die Halbleiterindustrie mit erhöhten Durchschnittserlösen im 2. Halbjahr rechnet WACKER im Gesamtjahr mit höheren Umsätzen und Ertragszahlen. Nach den gegenwärtigen Prognosen soll der Konzernumsatz 2006 bei rund 3,3 Mrd. EUR liegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird zwischen 730 Mio. EUR und 750 Mio. EUR erwartet.

"Die anhaltende Ertragsstärke des Konzerns im 2. Quartal und der verbesserte Ausblick für das Gesamtjahr belegen einmal mehr, dass wir mit unserer Strategie für nachhaltiges profitables Wachstum auf dem richtigen Weg sind", sagte der Vorsitzende des Vorstands, Peter-Alexander Wacker.

Regional betrachtet wuchs der Konzernumsatz vor allem auf den internationalen Märkten. Im 2. Quartal erzielte WACKER 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Besonders stark entwickelten sich die strategisch wichtigen Märkte China, Amerika, sowie Zentral- und Osteuropa. In Asien konnte der Umsatz von April bis Juni 2006 mit 225,5 (i. Vj. 158,7) Mio. EUR um 42 Prozent gesteigert werden. In China ist der Umsatz mit einem Plus von 47 Prozent auch im 2. Quartal erneut überdurchschnittlich gewachsen. Die Region Amerika legte von April bis Juni 2006 mit 165,7 (i. Vj. 147,6) Mio. EUR um 12 Prozent zu. Auf den europäischen Auslandsmärkten wuchs der Umsatz um 11 Prozent auf 248,5 (i. Vj. 223,9) Mio. EUR. In Deutschland legte der Umsatz im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 8 Prozent auf 163,8 (i. Vj. 151,5) Mio. EUR zu.

Der Netto-Cashflow war im Berichtszeitraum erneut positiv, erreichte jedoch nicht den Wert des Vorjahresquartals. Er belief sich auf 15,0 (i. Vj. 23,7) Mio. EUR. Ursächlich dafür waren unter anderem die im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Investitionen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im 2. Quartal mit 96,1 (i. Vj. 73,3) Mio. EUR vor allem durch Investitionen in strategische Wachstumsprojekte um 31 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Den Schwerpunkt bildete dabei WACKER POLYSILICON: Aufgrund des Kapazitätsausbaus für die Herstellung von polykristallinem Reinstsilicium am Standort Burghausen haben sich die Investitionen des Bereichs gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Auch der Ausbau des Siliconstandortes Nünchritz sowie der Aufbau von Produktionsanlagen für Silicon-Fertigprodukte am Standort Zhangjiagang (China) wurden im Berichtszeitraum weiter vorangetrieben.

Zum 30. Juni 2006 beschäftigte der WACKER-Konzern weltweit 14.555 (31.3.2006: 14.520) Mitarbeiter. Damit hat die Beschäftigung im Konzern gegenüber dem Ende 1. Quartals 2006 leicht zugenommen. Dies hängt im wesentlichen mit den strategischen Wachstumsprojekten von WACKER zusammen, insbesondere mit dem Aufbau des Standortes Zhangjiagang (China).

Geschäftsbereiche WACKER SILICONES erzielte im 2. Quartal 2006 einen Gesamtumsatz von 327,3 (i. Vj. 295,2) Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 11 Prozent, im Wesentlichen getragen durch deutlich gestiegene Absatzmengen. Beim Ertrag konnte der Geschäftsbereich ebenfalls zweistellig zulegen. Ausschlaggebend waren Kapazitätserweiterungen, eine verbesserte Kapazitätsauslastung und Mixeffekte mit einem deutlich stärkeren Wachstum bei Siliconelastomeren, Silanen und Harzen. Die gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie konnten dadurch mehr als ausgeglichen werden. Das EBITDA stieg um 14 Prozent auf 67,0 (i. Vj. 58,7) Mio. EUR.

Der Gesamtumsatz von WACKER POLYMERS belief sich im 2. Quartal 2006 auf 147,4 (i. Vj. 130,2) Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahres-zeitraum stieg der Umsatz damit um 13 Prozent. Haupteinflussfaktor für diese Steigerung waren höhere Absatzmengen, vor allem bei Dispersionspulvern. Auf der Ertragsseite erzielte WACKER POLYMERS ein EBITDA von 29,4 (i. Vj. 31,9) Mio. EUR. Dies sind 8 Prozent weniger als im 2. Quartal 2005. Ursächlich hierfür waren die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie. Um diese Entwicklung auszugleichen, hat der Bereich Anfang Mai Preiserhöhungen für Dispersionspulver und Dispersionen angekündigt, die für noch nicht kontraktierte Mengen im 2. Halbjahr 2006 umgesetzt werden.

WACKER FINE CHEMICALS erwirtschaftete von April bis Juni 2006 einen Gesamtumsatz von 28,0 (i. Vj. 27,0) Mio. EUR. Besonders erfreulich entwickelte sich dabei das Geschäft mit organischen Zwischenprodukten. Rückläufig war hingegen der Umsatz mit Basissilanen. Das EBITDA des Bereichs belief sich im 2. Quartal auf 3,1 (i. Vj. 4,1) Mio. EUR. Die positive Entwicklung der Profitabilität bei biotechnologisch produzierten Erzeugnissen konnte den wachsenden Preisdruck im Bereich der Kundensynthese nicht vollständig kompensieren. Um der zunehmenden Konsolidierung im Marktsegment der Kundensynthese Rechnung zu tragen, hat der Bereich beschlossen, zum Jahresende das Business Team Exclusive Synthesis mit den Aktivitäten im Bereich der organischen Feinchemikalien zusammen zu führen.

Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON hat im 2. Quartal 2006 seinen Gesamtumsatz um 14 Prozent auf 77,9 (i. Vj. 68,5) Mio. EUR gesteigert, wobei die Umsatzentwicklung durch die vorhandenen Kapazitäten nach wie vor begrenzt war. Positiv im Umsatz bemerkbar machten sich Preiserhöhungen sowie Maßnahmen zur Steigerung der Prozessausbeute. Auch beim Ertrag legte WACKER POLYSILICON weiter zu, wenngleich nicht ganz so stark wie im Umsatz. Zu den Ursachen hierfür zählen unter anderem technischer Aufwand für die planmäßige Inbetriebnahme neuer Silankapazitäten sowie Vorlaufkosten für Planungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der neuen Polysilicium-Ausbaustufe 7. Das EBITDA des Bereichs belief sich im 2. Quartal auf 23,0 (i. Vj. 21,2) Mio. EUR, ein Plus von 8 Prozent.

Der Ausbau der Produktionskapazitäten für polykristallines Reinstsilicium am Standort Burghausen läuft weiterhin auf Hochtouren. Zum Ende des Jahres 2006 sollen zusätzliche 1.000 Tonnen Polysilicium zur Verfügung stehen. Damit steigt die verfügbare Nennkapazität auf voraussichtlich 6.500 Tonnen pro Jahr. Die derzeit im Bau befindliche Produktionsanlage für Solarsilicium soll nach den gegenwärtigen Planungen ab Anfang 2008 die insgesamt verfügbare Nennkapazität um weitere 3.500 Tonnen Polysilicium pro Jahr steigern. Die so genannte Ausbaustufe 7, deren Errichtung am Standort Burghausen Ende Juni entschieden wurde, soll die Nennkapazität bis Ende 2009 nochmals um 4.500 Jahrestonnen auf dann insgesamt 14.500 Tonnen pro Jahr erhöhen.

Die positive Entwicklung, die Siltronic bereits im Geschäftsjahr 2005 und im 1. Quartal 2006 gezeigt hatte, setzte sich im Berichtszeitraum ungebrochen fort. Der Gesamtumsatz von April bis Juni 2006 stieg gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres um 39 Prozent auf 300,3 (i. Vj. 215,8) Mio. EUR. Dabei weist der 300 mm-Bereich ein erhebliches Umsatzplus auf. Er ist nahezu dreimal so stark gewachsen wie die kleineren Scheibendurchmesser. Wesentliche Wachstumstreiber waren gestiegene Absatzmengen und ein verbesserter Produktmix. Seine Ertragskraft hat der Bereich im Berichtszeitraum weiter ausgebaut. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das EBITDA auf 73,0 (i. Vj. 33,2) Mio. EUR. Diese Zahlen unterstreichen den nachhaltigen Erfolg der Maßnahmen zur Verbesserung von Produktivität und Kostenposition. Substanzielle Mengensteigerungen bedingten eine höhere Auslastung der Fertigungskapazitäten. Eine weitere Hauptursache für die erzielten Ertragssteigerungen ist der erfolgreiche Ausbau der 300 mm-Fertigung am Standort Freiberg auf die Designkapazität von 150.000 Wafern pro Monat. Dort und auch am Standort Burghausen soll nun die Produktionskapazität für 300 mm-Wafer wie angekündigt nochmals erweitert werden - um insgesamt 110.000 Wafer monatlich. Die erforderlichen Baumaßnahmen hierfür sind bereits im Gange.

Ausblick Die Zahlen des 2. Quartals 2006 entsprechen ziemlich exakt den Erwartungen des Konzerns, wie sie zum 1. Quartal kommuniziert worden waren. Verbesserte Prognosen für den Geschäftsverlauf von Siltronic im 2. Halbjahr lassen jedoch erwarten, dass die bisherigen finanziellen Ziele im weiteren Jahresverlauf übertroffen werden können. Aufgrund eines erwarteten stärkeren Absatzes von Siliciumwafern für die Halbleiterindustrie mit erhöhten Durchschnittserlösen im 2. Halbjahr rechnet der Konzern im Gesamtjahr 2006 mit höheren Umsätzen und Ertragszahlen. Nach den gegenwärtigen Prognosen soll der Konzernumsatz 2006 bei rund 3,3 (i. Vj 2,76) Mrd. EUR liegen. Dies wäre ein Plus von rund 20 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird zwischen 730 Mio. EUR und 750 Mio. EUR erwartet. Gegenüber dem bereinigten EBITDA des vergangenen Geschäftsjahres in Höhe von 567 Mio. EUR entspräche dies einer Steigerung von etwa 30 Prozent. WACKER war für das Gesamtjahr 2006 bislang von einem Umsatzwachstum von leicht über 10 Prozent und einem EBITDA zwischen 640 Mio. EUR und 680 Mio. EUR ausgegangen.

Hinweis für die Redaktionen: Der Bericht zum 1. Quartal 2006 steht auf den Internet-Seiten von WACKER (www.wacker.com) unter Investor Relations zum Download zur Verfügung.

Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die Verpflichtung dafür.

Eckdaten WACKER-Konzern

@@start.t2@@Mio. EUR            Q2 2006 Q2 2005 Veränd.in %        6M 2006 6M 2005 Veränd.in %
Umsatzerlöse      830,4    701,5    18                      1.628,9 1.309,7 24
EBITDA(1)          195,7    182,7    7                        379,3    274,7    38
EBITDA-Marge(2) 23,6%    26,0%    -10                    23,3%    21,0%    11
EBIT(3)              111,8    87,0      29                      217,5    96,2      >100%
EBIT-Marge(2)    13,5%    12,4%    9                        13,4%    7,3%      82
Finanzergebnis  -17,9    -16,2    10                      -28,9    -30,4    -5
Ergebnis vor
Steuern              93,9      70,8        33                    188,6    65,8      >100%
Konzernergebnis 66,5      30,9      >100%                 132,7    10,6      >100%
Ergebnis je
Aktie in EUR      1,35      0,59      >100%                 2,84      0,20      >100%
Investitionen in
Sachanlagen und immaterielles
Anlagevermögen  96,1      73,3        31                    171,1    132,9        29
Netto-Cashflow  15,0      23,7      -37                    37,7      -70,1    >100%
Mio. EUR                         30. Juni 30. Juni 31. Dez.
                                      2006        2005        2005
Eigenkapital                  1.409,3  936,6      934,4
Finanzverbindlichkeiten    546,9  999,3      946,2
Pensionsrückstellungen      358,6  349,4      352,1
Nettoverschuldung              514,3  975,4      911,5
Bilanzsumme                    3.078,8  2.934,3  2.922,9
Mitarbeiter
(Anzahl zum Stichtag)    14,555  14,449  14,434
(1) EBITDA ist EBIT vor Abschreibungen/Zuschreibungen auf Anlagevermögen.
(2) Margen sind jeweils bezogen auf die Umsatzerlöse.
(3) EBIT ist das Ergebnis fortgeführter Geschäftstätigkeiten für die betreffende
Berichtsperiode vor Zins- und übrigem Finanzergebnis, Kommanditergebnis anderer
Gesellschafter und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.@@end@@

@@start.t3@@Ende der Mitteilung                                                 euro adhoc 21.08.2006 08:36:29
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ots Originaltext: Wacker Chemie AG
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Rückfragehinweis:
Christof Bachmair
+49 (0)89 6279 1830
christof.bachmair@wacker.com

Branche: Chemie
ISIN:      DE000WCH8881
WKN:        WCH888
Index:    CDAX, MDAX
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