Schweizerischer Nationalfonds / Fonds national suisse

Larven verschlingen Berge von Abfall

Bern (ots) - Schweizer Forschende möchten Fliegenlarven verwenden, um die Abfallprobleme in Entwicklungsländern zu bekämpfen. Die Maden beschleunigen die Kompostierung von organischen Abfällen und verwandeln sie in Dünger für die lokale Landwirtschaft. Noch besser: Die Maden enden als Hühner- und Fischfutter.

«Die Fliegenlarven verkleinern in kurzer Zeit den Grossteil von praktisch jeglicher Art von organischen Abfällen», sagt Noah Adamtey im Magazin «Horizonte». Der Wissenschaftler vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) in Frick (AG) leitet den wissenschaftlichen Teil des Projekts mit den gefrässigen Larven der Waffenfliege (Hermetia illucens) in der Agglomeration von Accra, der Hauptstadt von Ghana.

Die kleinen Larven werden den organischen Abfällen beigefügt, von denen sie sich ernähren. Damit verkürzt sich die Kompostierungszeit um rund einen Drittel auf weniger als 80 Tage. Den wertvollen Kompost können die Landwirte auf ihren Feldern ausbringen. Ein weiteres Ziel des Projektes ist, die Larven als Futter für die Fischzucht zu verwenden, die in Ghana den Bedarf der Bevölkerung nur mit Mühe decken kann. «Die Larven sind, was ihren Protein- und Fettgehalt und ihr Aminosäurenprofil betrifft, eine extrem interessante Tiernahrung», sagt Adamtey.

Zum vollständigen Artikel: http://www.snf.ch/de/fokusForschung/newsroom/Seiten/news-161007-horizonte-drei-fliegen-auf-einen-streich.aspx

Autor: Simon Koechlin

Kontakt:

Daniel Saraga
Chefredaktor von Horizonte
daniel.saraga@snf.ch


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