Schweizerischer Nationalfonds / Fonds national suisse

713 Mio. Franken für die Grundlagenforschung
Jahresbericht 2011 des Schweizerischen Nationalfonds

Bern (ots) - 2011 konnte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) 713 Mio. Franken in die Grundlagenforschung investieren. Dies sind 1,8 Prozent weniger als im Rekordjahr 2010 (726 Mio. Franken). Wie in den Vorjahren war der SNF erneut gezwungen, zahlreiche vielversprechende Projekte abzulehnen.

Gemäss dem neuen Jahresbericht bewilligte der SNF im vergangenen Jahr über 3400 Forschungsvorhaben im Umfang von 713 Mio. Franken. Davon entfielen 26 Prozent auf die Geistes- und Sozialwissenschaften, 35 Prozent auf Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften und 39 Prozent auf Biologie und Medizin. 2011 unterstützte der SNF über 8400 Forschende, davon rund 4400 Doktorierende. Er finanziert ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten über zehn Prozent des Personals an den Schweizer Universitäten.

Harter Wettbewerb um Forschungsgelder Mit 359 Mio. Franken setzte der SNF 2011 die Hälfte seiner Mittel für sein Hauptinstrument ein, die Projektförderung. Diese verzeichnete sechs Prozent mehr Gesuche als im Vorjahr. Erfreulicherweise konnte der SNF die Bewilligungsquote stabilisieren, wenn auch mit 41 Prozent auf vergleichsweise tiefem Niveau (2008: 54%). "Es schmerzt zu sehen, wie viele gute Forschungsprojekte der SNF nach wie vor aus finanziellen Gründen ablehnen muss. Bei neuen Gesuchen, d.h. ohne Fortsetzungsgesuche, liegt die Bewilligungsquote mit 33 Prozent besorgniserregend tief", sagt Dieter Imboden, Präsident des Nationalen Forschungsrats.

Nicht nur in der Projektförderung stiegen die Gesuchszahlen, sondern auch in der für den Forschungsnachwuchs bestimmten Karriereförderung. So stieg beispielsweise die Nachfrage nach Auslandstipendien um 25 Prozent.

Breitere Förderung der anwendungsorientierten Forschung Der SNF will in den kommenden Jahren die anwendungsorientierte Grundlagenforschung breiter unterstützen. Daher hat er 2011 die Förderung der praxisorientierten Forschung an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen in die allgemeine Projektförderung integriert und das Spezialprogramm DORE auslaufen lassen. Zudem hat der SNF im vergangenen Jahr die erste Ausschreibung für Kommunikationsprojekte von Forschenden lanciert und eine neue Forschungsdatenbank errichtet, die Auskunft über Inhalt und Output der vom SNF unterstützten Forschungsvorhaben gibt.

2012 - ein wichtiges Jahr für den SNF 2012 markiert einerseits das 60-Jahr-Jubiläum des SNF, andererseits stehen auf Bundesebene im Rahmen der Botschaft zu Bildung, Forschung und Innovation zukunftsweisende finanzielle Entscheidungen an. Der SNF ist überzeugt, dass der Forschungsplatz für Nachwuchsforschende attraktiver werden muss, damit die Schweiz auch künftig ihre internationale Spitzenposition verteidigen kann. Um den Nachwuchs adäquat zu fördern, ist der SNF auf ein substanzielles Wachstum des Bundesbeitrags angewiesen.

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) Der SNF unterstützt jährlich rund 8000 Forschende. Er ist damit die wichtigste Schweizer Institution zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Im Zentrum seiner Tätigkeit steht die Evaluation von Forschungsgesuchen. Mit der kompetitiven Vergabe öffentlicher Forschungsgelder trägt der SNF zur hohen Qualität der Schweizer Forschung bei. Im Auftrag des Bundes fördert er alle wissenschaftlichen Disziplinen, von Geschichte über Medizin bis zu den Ingenieurwissenschaften.

Der Jahresbericht sowie der Text dieser Medienmitteilung stehen auf der Website des Schweizerischen Nationalfonds zur Verfügung: www.snf.ch > Medien > Medienmitteilungen

Kontakt:

Helen Zwahlen-Jaisli
Schweizerischer Nationalfonds
Abteilung Kommunikation
Telefon +41 (0)31 308 23 78
hzwahlen@snf.ch



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