Christlichnationaler Gewerkschaftsbund

Die Schweiz muss ihrer Rolle als Einwanderungsland gerecht werden

    Bern (ots) - Arbeitgeber sollten einen stärkeren Beitrag zur beruflichen Integration von Migrantinnen und Migranten leisten. Dies ist eine der Hauptforderungen einer Resolution, welche die Delegierten am Kongress des Christlichnationalen Gewerkschaftsbundes der Schweiz (CNG) vom 9. November 2001 verabschiedet haben.

    Die Schweiz ist schon seit vielen Jahren ein Zuwanderungsland. Dies wird durch die Tatsache unterstrichen, dass mehr als die Hälfte aller in der Schweiz wohnhaften Migrantinnen und Migranten hier geboren oder bereits länger als 15 Jahre wohnhaft sind. Dennoch hat die Schweiz nach wie vor Mühe, sich als Zuwanderungsland zu definieren. Ihre Ausländerpolitik ist noch immer zu stark von wirtschaftlichen Interessen geprägt.

    Immigration sollte nicht ein Problem, sondern ein positiver Faktor für die Schweiz und ihre in- und ausländische Bevölkerung sein. Dies bedingt aber eine echte Integrationspolitik, was um so wichtiger ist, als in den kommenden Jahren aus demographischen Gründen eine erhöhte Zuwanderung erforderlich sein wird.

    Eine Integrationspolitik, die ihrem Namen gerecht werden soll, muss folgende Massnahmen umfassen:

-  Mehr finanzielle Mittel. Die Summe von zehn Millionen Franken, die     der Bund dieses Jahr zum ersten Mal für konkrete     Integrationsprojekte bereitstellt, muss im Jahr 2002 verdoppelt     werden. Mittelfristig sind fünfzig Millionen Franken zur     wirkungsvollen Unterstützung von Integrationsprojekten in Städten     und Regionen notwendig.

-  Der beruflichen Integration ist grössere Bedeutung beizumessen.     Die Tatsache, dass eine von zwei arbeitslosen Personen     ausländischer Herkunft ist, unterstreicht dies auf eindringliche       Weise. Der CNG fordert deshalb:

    1) Arbeitgeber müssen in erhöhtem Masse zur beruflichen
         Integration von    Migrantinnen und Migranten beitragen.
         Arbeitgeber, die Bewilligungen für ausländische Arbeitskräfte
         aus „Drittstaaten" erhalten, sollten gesetzlich dazu
         verpflichtet werden, Massnahmen zur beruflichen und
         sprachlichen Integration dieser Personen zu treffen (oder
         Zahlungen zu diesem Zweck zu leisten).

    2) Junge Migrantinnen und Migranten, die im Nachschulalter in die
         Schweiz kommen, sollten ihre beruflichen Möglichkeiten genau
         abklären, Sprachkurse besuchen und von beruflichen
         Weiterbildungsmassnahmen profitieren können. Sind diese
         Programme erst einmal geschaffen, müssen sie obligatorisch
         werden.

-  Mehr Spielraum für eine menschliche Ausländerpolitik. Durch eine     zurückhaltendere Vergabe von Arbeitsbewilligungen an Personen aus     „Drittstaaten" lässt sich das Verständnis in der Bevölkerung für     die Suche nach menschlichen Lösungen im Bereich des Asylwesens     oder für das Problem der „Papierlosen" erhöhen.

ots Originaltext: CNG
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Christlichnationaler Gewerkschaftsbund der Schweiz (CNG),
Tel. +41 79 348 71 67.
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