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economiesuisse - Absage an schlechte Lösungen bei der Mehrwertsteuer

Zürich (ots) - Absage an schlechte Lösungen bei der Mehrwertsteuer

economiesuisse verlangt weiterhin den Einheitssatz Der heute vom Bundesrat verabschiedete Vorschlag für ein Zweisatz-Modell bei der Mehrwertsteuer bringt kaum Verbesserungen. Vielmehr führt er zu hohen Kosten und neuen Verzerrungen. Die Wirtschaft lehnt den 800 Millionen Franken teuren Vorschlag deshalb kategorisch ab.

Kaum Vereinfachungen aber neue einseitige Privilegien

Die Komplexität der Mehrwertsteuer rangiert regelmässig zuoberst auf der Liste der administrativen Belastungen der Schweizer Unternehmen. Gerade KMU sind stark betroffen. Schuld an der Komplexität sind die fast 30 Steuerausnahmen und die verschiedenen Steuersätze. Das Zweisatz-Modell schafft bei diesen Problemen kaum Abhilfe. Die Steuerausnahmen werden praktisch unverändert fortgeschrieben. Hunderte von Seiten Administrativanweisungen mit spitzfindigen Abgrenzungen, die Unternehmen ohne externe Hilfe nicht bewältigen können, bleiben bestehen. Auch bei den Steuersätzen ändert sich an den heutigen Verzerrungen wenig. Die einseitigen Privilegien zulasten des Grossteils der Branchen werden sogar noch ausgebaut. Die Mehrwertsteuer wird insgesamt nicht einfacher.

Unternehmen und Konsumenten bezahlen

Die Kosten des Zweisatzmodells tragen die Unternehmen und Konsumenten. Die Unternehmen müssen weiterhin jährlich hunderte Millionen Franken in die Bewältigung eines bürokratischen Monsters stecken, obwohl ihnen seit 2005 grundlegende Entlastungen versprochen werden. Für die Konsumentinnen und Konsumenten erhöhen sich die Steuersätze auf den Nahrungsmitteln (von aktuell 2,5 Prozent auf 3,8 Prozent). Die Kaufkraft der Privathaushalte wird durch den Vorschlag nicht gestärkt.

Einheitssatz ist fair und fördert das Wachstum

Die Wirtschaft fordert nach wie vor eine einfache, moderne Mehrwertsteuer mit einem Einheitssatz und wenigen Steuerausnahmen. Nur ein solches System kann die Kosten der Mehrwertsteuer substanziell senken und Unternehmen, Private und die Verwaltung dauerhaft entlasten. Eine einheitliche, breite Mehrwertsteuer ist für alle fair und fördert Kaufkraft und Wachstum.

Kontakt:

Dr. Frank Marty, Stv. Leiter Finanzen und Steuern
Telefon: 044 421 35 84
E-Mail: frank.marty@economiesuisse.ch



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