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economiesuisse - Schweiz bietet idealen Nährboden für Green Economy
Swiss Green Economy Symposium in Zürich

Zürich (ots) - Die Schweizer Wirtschaft soll grüner werden, dabei auf ihre Stärken setzen und sich ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Das forderten Exponenten aus Wirtschaft, Politik, Forschung und NGO heute am Swiss Green Economy Symposium in Zürich. Dieses fand im Nachgang zur UN-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 vom vergangenen Juni statt und wurde von economiesuisse, ICC Switzerland, UN Global Compact und dem Forum für Nachhaltigkeit LifeFair organisiert. Im Zentrum des Dialogs stand die Frage, wie die Schweizer Wirtschaft die Vision einer Green Economy konkret umsetzen kann. Die anwesenden Unternehmen bekannten sich dabei klar zu den Chancen, die eine Green Economy bietet, betonten jedoch auch, dass neben ökologischen Anliegen zwingend auch ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigt werden müssten.

Vorreiterrolle der Schweizer Wirtschaft Bereits zu Beginn der Veranstaltung wurde klar: Die Schweiz braucht sich in Sachen grüne Wirtschaft nicht zu verstecken. Als eines der wenigen Länder mit einem - dank Schuldenbremse - ausgeglichenen Staatshaushalt, einem dualen Bildungssystem und einer international vorbildlichen Sozialpartnerschaft erfüllt sie heute die Kriterien ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit, wie economiesuisse-Direktor Pascal Gentinetta betonte. Auch im Umweltbereich gehört die Schweiz zu den führenden Volkswirtschaften. Von den Chancen einer «grüneren Wirtschaft» für den hiesigen Wirtschaftsstandort zeigte er sich überzeugt: «Die Schweiz bietet mit ihren marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowohl für lokal tätige als auch international operierende nachhaltige Unternehmen einen äusserst attraktiven Nährboden.»

Vision einer «Schweizer Green Economy» In Vertretung des kurzfristig erkrankten Carlos Busquets, Vizedirektor der Internationalen Handelskammer ICC, präsentierte economiesuisse-Geschäftsleitungsmitglied Kurt Lanz die Green Economy Roadmap der ICC. Bérangère Magarinos-Ruchat, Vorsitzende des Schweizer UN Global Compact-Netzwerks, unterstrich die Chancen, die die Green Economy den vorausschauenden Firmen bietet, betonte aber auch die Notwendigkeit des branchen- und länderübergreifenden Austausches. Auch Barbara Kux, Vorstandsmitglied von Siemens AG, sieht grosses Potenzial. Siemens profitiert dank seiner nachhaltigen Strategie und dank des Booms der grünen Technologiemärkte von einem einmaligen Wettbewerbsvorteil. Nicht nur Unternehmen, auch die Umweltprobleme seien immer stärker global ausgerichtet, sagte Christoph Lindenmeyer, CEO Schindler Aufzüge AG und Vizepräsident von Swissmem. Ein effektiver Klima- und Ressourcenschutz lasse sich nur im internationalen Kontext erzielen. Gleichzeitig warnte Lindenmeyer vor staatlichen Regulierungen und protektionistischen Handelsschranken unter dem Vorwand einer grünen Wirtschaft: «Wettbewerbsfähigkeit ist die notwendige Voraussetzung, dass sich ein Unternehmen überhaupt ökologisch nachhaltig entwickeln kann.» Für die Finanz- und Rückversicherungsbranche, vertreten durch David Bresch von Swiss Re, stellt die klimabedingte Zunahme der Naturgefahren und die Lücke zwischen ökonomischen und versicherten Schäden eine grosse Herausforderung dar. Bertrand Piccard, Gründer von Solar Impulse, appellierte an den dringend notwendigen Pioniergeist: «Pioniergeist besteht nicht nur darin, neue Ideen zu entwickeln, sondern auch ausserhalb der Gewissheiten und Gewohnheiten zu handeln.» Eine Veränderung sei nicht nur möglich, sondern unumgänglich. Bruno Oberle, Direktor des Bundesamts für Umwelt, betonte die Notwendigkeit eines engen Dialogs zwischen Staat und Wirtschaft bei der Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaft. Der Staat wirke unterstützend und setze die erforderlichen Rahmenbedingungen.

Die Vision einer Green Economy für die Schweizer Wirtschaft wurde auf dem anschliessenden Podium kontrovers diskutiert. Zu den hochkarätigen Teilnehmern gehörten neben Lindenmeyer, Piccard, Bresch und Kux auch WWF-CEO Thomas Vellacott.

Kontakt:

Kurt Lanz
Telefon: +41 79 292 33 58
E-Mail: kurt.lanz@economiesuisse.ch



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