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economiesuisse - Innovationen für die Umwelt
Tag der Wirtschaft in Zürich-Oerlikon im Zeichen der Green Economy

Zürich (ots) - Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit stehen nicht im Widerspruch zu ökologischen Zielen, sagte economiesuisse-Präsident Gerold Bührer in seiner Ansprache vor den Spitzenvertretern der Schweizer Wirtschaft. Der Leistungsausweis der Schweizer Wirtschaft zeige deutlich, dass beides möglich sei: Mit ihren CO2-Einsparungen erreiche die Wirtschaft 80 Prozent der Kyoto-Ziele für die gesamte Schweiz. Dieses freiwillige System habe sich bewährt. Damit die Unternehmen weiter in einem innovationsfreundlichen Umfeld arbeiten können, müsse sich der Staat auf die Grundlagenforschung, gute Bedingungen für Forschung und Innovation und den Technologietransfer konzentrieren.

Unterstützung für Interventionen der Nationalbank In seiner gesamtwirtschaftlichen Lagebeurteilung zeigte sich Bührer überzeugt, dass der Druck auf den Schweizer Franken wegen den mit der Schuldenkrise verbundenen Strukturproblemen beidseits des Atlantiks hoch bleiben werde. Aufgrund der ausserordentlichen Lage begrüsst der economiesuisse-Präsident die Interventionen der Nationalbank. «Eine dauerhafte Bindung an den Euro ist aber keine Alternative», sagte Bührer. Wirtschaftspolitisch verlangt er eine Senkung der staatlich aufgebürdeten Kosten für die Unternehmen und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, das heisst Durchsetzung von Marktmechanismen, tiefere Unternehmensbesteuerung, Stärkung der Innovation und Regulierungsabbau. Ausserdem betonte er in seiner Rede die Bedeutung der bilateralen Verträge mit der Europäischen Union. «Der Bilateralismus mit der EU ist für den Unternehmensstandort Schweiz essenziell», ist Bührer überzeugt. Dazu gehöre auch die Personenfreizügigkeit, wobei Verstösse geahndet werden müssten.

Rolf Soiron, Verwaltungsratspräsident von Holcim und Lonza, legte in seinem Gastreferat dar, dass Wirtschaft und Nachhaltigkeit keine Gegensätze seien. «Wirklich nachhaltige Prozesse haben dann eine Chance, wenn Systeme, die sich selbst regulieren, sie fördern», sagte Soiron und warnte deshalb vor zentralistischen Plänen und Vorschriftskatalogen. Auch langfristige Subventionen seien zu überdenken. Soiron plädierte für Kostenwahrheit und Diversifikation. Zu Letzterem gehöre auch eine Integration in ein möglichst offenes europäisches Energiesystem. Der Gastredner sprach sich gegen nukleare Grossanlagen nach heutiger Technologie, aber für neue nukleare Technologien aus. Diese könnten punkto Nachhaltigkeit neue Perspektiven eröffnen.

Drei finanz- und steuerpolitische Prioritäten Die Vizepräsidentin des Bundesrats, Eveline Widmer-Schlumpf, hielt zu Beginn ihrer Grussbotschaft fest, dass die Schweiz heute finanz- und wirtschaftspolitisch gut aufgestellt ist. Die absehbaren Belastungen und global hohe Unsicherheiten müsse man aber ernst nehmen. Darum verfolge der Bundesrat drei aktuelle Prioritäten. Erstens die Bewältigung der Finanzkrise zusammen mit den wichtigsten Wirtschaftspartnern. Zweitens müssten finanzpolitische Handlungsspielräume erhalten und geschaffen werden und drittens kommende Entwicklungen frühzeitig erkannt und angegangen werden. Ein Weg dazu seien fiskalische Regeln, um die Sozialversicherungen nachhaltig zu sichern.

Die Umwelt-, Energie- und Klimapolitik stand auch im Zentrum einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion mit Jasmin Staiblin, Vorsitzende der Geschäftsleitung ABB Schweiz, Prof. Lucas Bretschger, Professor für Volkswirtschaftslehre und Ressourcenökonomie an der ETH Zürich, Heinz Karrer, CEO Axpo Holding AG, und Hans-Peter Fricker, CEO WWF Schweiz.

Die Präsidialansprache von Gerold Bührer finden Sie unter http://bit.ly/Praesidialansprache_Tag_der_Wirtschaft_2011

Bilder vom Tag der Wirtschaft stehen ab etwa 16 Uhr unter folgender Adresse zur Verfügung: www.photopress.ch/image/Aktuell/August+11/economiesuisseTdW

Kontakt:

Ursula Fraefel, Leiterin Kommunikation
Telefon: 079 505 52 87



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